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Abgasrohr Flexibel

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    Lkw- und Busersatzteile - Abgasanlage - Auspuffrohr - Abgasrohr Flexibel - MB906.997.23.52
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Abgasflexrohr für MAN und Mercedes Lkw, Busse und Transporter

Ein Abgasflexrohr nimmt Relativbewegungen zwischen Motor und Fahrgestell, thermische Längenänderungen und Schwingungen in der Abgasleitung auf. Dadurch begrenzt diese flexible Verbindung die mechanische Belastung von Turboladerausgängen, Abgasrohren und Abgasnachbehandlungsmodulen. Bei Undichtigkeiten oder wiederkehrender Rissbildung reicht ein Austausch allein nicht aus: Prüfen Sie auch die Motorlager, die Abgasaufhängungen und die Ausrichtung. Andernfalls wird das neue Bauteil erneut über seinen zulässigen Bewegungsbereich hinaus belastet.

Ausführung und Kompatibilität bestimmen

Bestimmen Sie Abgasflexrohre immer anhand der Fahrgestellnummer des Fahrzeugs. Ein optischer Vergleich oder eine Auswahl allein nach Modellname reicht niemals aus. Beispielsweise unterscheiden sich bei MAN TGS und TGX mit D20- oder D26-Motoren und Mercedes Actros mit OM 471 die Anschlüsse und Leitungsverläufe je nach Baujahr, Emissionsklasse und Fahrgestellausführung. Auch bei Bussen wie Lion’s City und Citaro sowie Transportern wie TGE und Sprinter muss die genaue Konfiguration der Abgasanlage geprüft werden.

Es gibt flexible Metallwickelschläuche und Metallbalgkompensatoren, gegebenenfalls mit Außengeflecht und einem innenliegenden Führungsschlauch. Diese Bauarten sind nicht ohne Weiteres untereinander austauschbar: Gasdichtheit, Torsionsempfindlichkeit und zulässige axiale, laterale und angulare Bewegungen unterscheiden sich. Ein Außengeflecht allein stellt keine gasdichte Abdichtung dar. Die Edelstahlsorte, die Wandstärke und die Balggeometrie bestimmen die Beständigkeit gegen thermische Ermüdung und Korrosion mit.

Prüfen Sie Anschlussdurchmesser, freie Einbaulänge, Flanschprofil, Schellentyp und gegebenenfalls die Strömungsrichtung. Der zulässige Betriebsdruck, die Abgastemperatur und der Bewegungsweg müssen der ursprünglichen Spezifikation entsprechen, einschließlich der Belastung während der Regeneration des DPF (Dieselpartikelfilter). Übernehmen Sie Maßtoleranzen und Einbaulage aus der Fahrzeug- oder Bauteildokumentation; ein Flexrohr ist keine Lösung für nicht passgenaue Abgasrohre.

Verschleiß erkennen und gezielt diagnostizieren

Rußspuren an den Balgfalten, tickende oder blasende Geräusche unter Last und Abgasgeruch weisen auf eine mögliche Undichtigkeit hin. Gebrochenes Geflecht, durchgescheuerte Windungen und Risse an Anschlussstücken deuten auf übermäßige Bewegung oder Montagevorspannung hin. Eine gelöste Innenauskleidung kann klappern oder den Durchfluss einschränken. Austretende Abgase können außerdem umliegende Kabelbäume und Hitzeschilde thermisch beschädigen.

  1. Lassen Sie die Abgasanlage abkühlen und prüfen Sie das gesamte Bauteil mit Lampe und Spiegel. Kontrollieren Sie Rußspuren, Kontaktstellen, Schellensitze und Schweißnahtübergänge. Prüfen Sie Motorlager und Auspuffgummis auf Risse, Absacken und übermäßiges Spiel.
  2. Messen Sie die Anschlussdurchmesser mit einem Messschieber und den Abstand zwischen den Anschlussflächen mit einem Längenmessgerät. Prüfen Sie den seitlichen Versatz und die Winkellage mit einem Richtscheit und einem Winkelmesser. Vergleichen Sie die Ergebnisse mit den vorgeschriebenen Einbaumaßen.
  3. Lokalisieren Sie Undichtigkeiten bei abgestelltem Motor mit einem geeigneten Rauchprüfgerät bei geregeltem, niedrigem Prüfdruck gemäß Herstellervorgaben. Verwenden Sie keine ungeregelte Werkstattdruckluft; diese kann Bälge und angeschlossene Komponenten beschädigen.
  4. Prüfen Sie bei Leistungsverlust auch auf Verstopfungen. Messen Sie den Abgasgegendruck mit einem geeigneten Manometer am vorgeschriebenen Messpunkt und vergleichen Sie ihn bei den angegebenen Drehzahlen und Lastzuständen mit den Herstellergrenzwerten. Untersuchen Sie bei Verdacht die Innenauskleidung mit einem Endoskop. Eine Differenzdruckmessung allein über dem Partikelfilter schließt eine Verengung im Flexrohr nicht aus.
Spannungsfrei austauschen und erneute Schäden vermeiden

Stützen Sie angrenzende Teile der Abgasanlage vor der Demontage ab. Ersetzen Sie beschädigte Dichtungen, Schellen und Befestigungselemente gemäß Vorgaben und reinigen Sie die Anschlusssitze. Montieren Sie das Bauteil ohne Verdrehung, erzwungene Verlängerung oder Stauchung, sofern keine bestimmte Kaltmontageposition vorgeschrieben ist. Ziehen Sie die Verbindungen erst nach dem Ausrichten mit dem vorgeschriebenen Anzugsdrehmoment fest.

Schweißen Sie einen gerissenen Balg nicht zu: Dadurch wird die erforderliche Flexibilität nicht wiederhergestellt. Ersetzen Sie gleichzeitig verschlissene Aufhängungen und ergänzen Sie fehlende Hitzeschilde. Prüfen Sie nach der Montage den Freiraum und die Gasdichtheit, zunächst im kalten Zustand und anschließend bei Betriebstemperatur mit geeigneter Abgasabsaugung. Braem kann Sie bei der Auswahl der passenden Ausführung anhand der Fahrgestellnummer technisch unterstützen.

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