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GPS

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GPS für MAN und Mercedes Lkw, Busse und Transporter

GPS (Global Positioning System) liefert Positions- und Zeitdaten für Navigation und Telematik in MAN und Mercedes Lkw, Bussen und Transportern. Die Signalkette besteht aus einer Satellitenantenne, einer Koaxialverkabelung und einem Empfänger, der separat ausgeführt oder in ein Multimedia- oder Telematikmodul integriert ist. Eine falsche Fahrzeugposition, eine langwierige Satellitensuche oder eine unterbrochene Fahrtenaufzeichnung erfordern daher eine Diagnose der gesamten Signalkette und nicht sofort den Austausch der Navigationseinheit.

Kompatibilität, Antennentypen und elektrische Parameter

Ermitteln Sie Ersatzteile immer anhand der Fahrgestellnummer des Fahrzeugs, ergänzt durch Ausstattungscodes und die Teilenummer des verbauten Moduls. Ein optischer Vergleich oder eine Auswahl allein nach Modellbezeichnung reicht niemals aus. Bei nachgerüsteten Systemen sind außerdem Marke, Typ und Anschlussplan der Anlage erforderlich. Beispielsweise unterscheiden sich bei MAN TGX, Mercedes Actros und Sprinter die Antennenanschlüsse, Anforderungen an die Spannungsversorgung und Empfängerprotokolle je nach Baujahr und Ausstattung. Diese Prüfung ist auch bei Lkw wie MAN TGS, MAN TGM, MAN TGL, Mercedes Arocs, Mercedes Atego und Mercedes Econic, bei Bussen wie MAN Lion's City, MAN Lion's Coach, MAN Lion's Intercity, Mercedes Citaro, Mercedes Tourismo und Mercedes Intouro sowie bei Transportern wie MAN TGE, Mercedes Vito, Mercedes eVito und Mercedes eSprinter notwendig.

Unterscheiden Sie passive Antennen von aktiven Ausführungen mit eingebauten Signalverstärkern. Kombiantennen können zusätzlich Mobilfunk und Radioempfang unterstützen, ihre Anschlüsse sind jedoch nicht untereinander austauschbar. Der GPS-Empfang im L1-Band nutzt 1575,42 MHz; Koaxialkabel und Anschlüsse haben üblicherweise einen Wellenwiderstand von 50 Ohm. Prüfen Sie außerdem Frequenzbereich, Antennengewinn, Kabeldämpfung und Steckercodierung. Aktive Antennen werden häufig über das Koaxialkabel mit etwa 3 bis 5 Volt versorgt, ausschließlich gemäß der Modulspezifikation: Schließen Sie diese niemals direkt an das 12- oder 24-Volt-Bordnetz an.

Bei fahrerhausspezifischen Antennen bestimmen Dachform, Kabeldurchführung und Montageposition die Passgenauigkeit mit. Unterscheiden Sie beispielsweise zwischen den MAN TGX-Fahrerhäusern XL, XLX und XXL sowie Mercedes Actros Lang StreamSpace, Lang BigSpace und Lang GigaSpace. Prüfen Sie Befestigungsgeometrie, Dichtfläche und vorgeschriebene Massefläche; ein passender Stecker garantiert keine einwandfreie Antennenfunktion.

Fehlerbilder und schrittweise Diagnose

Häufige Ursachen sind Feuchtigkeitseintritt an Dachdurchführungen, korrodierte Koaxialkontakte, Kabelbrüche an Biegestellen und eine beschädigte Abschirmung. Abgeschirmte Stellplätze, metallische Dachanbauteile und störende Spannungswandler können dieselben Empfangsprobleme verursachen. Fehlende Flottendaten bei korrekter lokaler Positionsanzeige deuten eher auf die Datenverbindung als auf den Satellitenempfang hin.

  1. Reproduzieren Sie die Beanstandung: Testen Sie im Freien mit freier Sicht zum Himmel. Lesen Sie Fehlercodes und Istwerte aus: sichtbare und genutzte Satelliten, Status der Positionsbestimmung und verfügbare Signalstärkedaten. Berücksichtigen Sie die längere Erfassungszeit nach einem Kaltstart.
  2. Prüfen Sie die Spannungsversorgung des Moduls: Messen Sie mit einem Multimeter die Versorgungsspannung und den Spannungsabfall an den Plus- und Masseverbindungen bei laufendem System. Verwenden Sie bei Resets ein Oszilloskop, um kurze Spannungsunterbrechungen während des Startvorgangs zu erfassen.
  3. Prüfen Sie den Antennenstromkreis: Kontrollieren Sie die Steckerverriegelung sowie mögliche Feuchtigkeitsspuren und Kabelquetschungen. Messen Sie die Antennenversorgung mit einem geeigneten Messadapter gemäß Werkstattschaltplan, ohne den Mittelkontakt kurzzuschließen.
  4. Grenzen Sie den Fehler ein: Trennen Sie das Koaxialkabel an beiden Enden, bevor Sie den Durchgang und eine unerwünschte Verbindung zwischen Innenleiter und Abschirmung messen. Eine unauffällige Gleichstrommessung schließt Hochfrequenzverluste nicht aus. Vergleichen Sie daher bei Bedarf mit einer nachweislich funktionsfähigen, elektrisch passenden Testantenne und einem entsprechenden Testkabel.
Austausch und Kontrolle nach der Montage

Ersetzen Sie beschädigte Koaxialkabelabschnitte nach der Reparaturvorgabe des Herstellers; herkömmliche Kabelverbindungen beeinträchtigen Wellenwiderstand und Abschirmung. Halten Sie den Mindestbiegeradius ein, verwenden Sie passende Steckverbinder und stellen Sie Dachabdichtungen mit den vorgeschriebenen Materialien wieder her. Reinigen Sie korrodierte Kontaktflächen und ersetzen Sie angegriffene Kontakte bei Bedarf. Verlegen Sie Kabel mit Zugentlastung und ausreichendem Abstand zu Störquellen.

Prüfen Sie nach der Montage bei einer Probefahrt erneut Satellitenempfang und Position. Überprüfen Sie anschließend Navigation, Zeitsynchronisation und Datenübertragung jeweils separat. Nach dem Austausch von Empfängern oder Telematikmodulen können eine Codierung, eine Softwarekonfiguration und die Anbindung an die Flottenplattform erforderlich sein; bei einem reinen Antennenaustausch ist dies in der Regel nicht notwendig.

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