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Behälter Scheibenwaschanlage

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Scheibenwaschwasserbehälter für MAN und Mercedes Lkw, Busse und Transporter

Ein Scheibenwaschwasserbehälter speichert die Scheibenwaschflüssigkeit und bildet zusammen mit Waschpumpen, Dichtgummis, Füllstandssensoren, Leitungen, Rückschlagventilen und Waschdüsen einen entscheidenden Bestandteil des Scheibenwischersystems. Bei MAN und Mercedes Lkw, Bussen und Transportern ist eine ausreichende und korrekt dosierte Scheibenwaschflüssigkeit erforderlich, um Schmutz, Salzfilm und Insektenreste von der Windschutzscheibe zu entfernen. Ein undichter, gerissener oder falsch montierter Behälter führt nicht nur zu Flüssigkeitsverlust, sondern kann auch Störungen an Pumpen, Füllstandsmeldungen und frostsicheren Waschanlagen verursachen.

Kompatibilität, Ausführung und korrekte Identifikation

Scheibenwaschwasserbehälter unterscheiden sich erheblich je nach Fahrzeugbaureihe, Baujahr, Fahrerhausausführung, Einbauposition und elektrischer Ausstattung. Sie kommen bei MAN F90, F2000, TGL, TGM, TGA, TGS, TGX, TG3 und TGE sowie bei Mercedes LN, SK, Atego, Axor, Actros, Arocs, Econic, Sprinter, Vito und V-Klasse vor. Auch bei MAN Lion’s City, Lion’s Coach und Neoplan-Reisebussen wie Cityliner oder Tourliner können die Behälter eine spezifische Form, ein größeres Fassungsvermögen oder separate Anschlüsse für Frontscheiben- und Scheinwerferwaschanlagen aufweisen.

Die Behälter bestehen in der Regel aus schlagfestem, chemikalienbeständigem HDPE- oder PP-Kunststoff. Wichtige Unterschiede sind das Nennvolumen, die Länge des Einfüllstutzens, Befestigungslaschen, die Position der Pumpenanschlüsse, der Durchmesser der Durchführungsgummis und das Vorhandensein eines Füllstandsgebers. Ausführungen mit Scheinwerferwaschanlage verfügen häufig über zusätzliche Pumpenöffnungen und Leitungen mit höherem Flüssigkeitsbedarf. Bei Fahrzeugen mit beheizten Waschanlagen müssen zudem die spezifischen elektrischen Steckverbindungen und die Leitungsführung berücksichtigt werden.

Fahrgestellnummer als Ausgangspunkt

Ein Scheibenwaschwasserbehälter muss immer anhand der Fahrgestellnummer des Fahrzeugs bestimmt werden. Ein visueller Vergleich oder die Auswahl allein nach Modellbezeichnung ist niemals ausreichend: Innerhalb einer Actros-, TGS- oder Sprinter-Baureihe können sich Behälterform, Einfüllrohr, Pumpentyp und Sensorbestückung unterscheiden. Prüfen Sie vor der Bestellung außerdem die Anzahl der Pumpenpositionen, die Steckerkonfiguration, die Ausrichtung der Ausgänge und die Befestigungspunkte am Fahrerhaus oder Fahrgestell.

Typische Defekte und systematische Diagnose

Häufige Fehlerbilder sind Risse an den Befestigungspunkten, Undichtigkeiten am Einfüllstutzen, poröse Pumpengummis, gelöste Anschlussnippel und ein defekter Füllstandssensor. Risse entstehen häufig durch Vibrationen von Fahrerhaus und Fahrgestell, einen Frontaufprall oder gefrorene Flüssigkeit in einer nicht ausreichend winterfesten Anlage. Ein sichtbar voller Behälter mit einer Meldung über niedrigen Füllstand weist in der Regel auf einen verschmutzten Schwimmer, einen oxidierten Stecker oder eine Unterbrechung im Kabelbaum hin. Ist die Pumpe hörbar in Betrieb, aber es gelangt keine Flüssigkeit zu den Waschdüsen, prüfen Sie zunächst den Behälterauslass, das Ansaugsieb, die Schlauchverbindungen und gegebenenfalls vorhandene Rückschlagventile.

Beginnen Sie die Diagnose mit einer Sichtprüfung auf Feuchtigkeitsspuren entlang der Naht, an der Unterseite und an den Pumpenöffnungen. Füllen Sie den Behälter anschließend mit Wasser und prüfen Sie im Stillstand sowie bei eingeschalteter Pumpe auf Undichtigkeiten. Messen Sie am Pumpenstecker die Versorgungsspannung und Masseverbindung während der Betätigung der Scheibenwaschfunktion; vergleichen Sie den Messwert mit der Fahrzeugspezifikation für das vorhandene 12- oder 24-Volt-System. Prüfen Sie anschließend den Pumpenwiderstand und führen Sie bei Bedarf einen separaten Funktionstest durch. Ein Spannungsabfall unter Last weist eher auf Korrosion in Steckverbindungen, Masseanschlüssen oder Bedienschaltern als auf einen defekten Behälter hin.

Austauschempfehlung für eine dauerhafte Reparatur

Ersetzen Sie einen Behälter bei Rissen, verformten Pumpensitzen, unzureichender Abdichtung oder beschädigten Befestigungspunkten. Reparaturen mit Klebstoff oder Kunststoffschweißen sind bei Scheibenwaschflüssigkeit und Vibrationsbelastung häufig nur vorübergehend; insbesondere an den Pumpenöffnungen ist eine maßhaltige Abdichtung erforderlich. Montieren Sie neue Durchführungsgummis, wenn diese hart, eingerissen oder aufgequollen sind. Die Wiederverwendung alter Dichtgummis kann zu Lufteintritt führen, wodurch die Pumpe kavitiert und die Waschdüsen unregelmäßig arbeiten.

Reinigen Sie vor der Montage die Ansaugschläuche und Waschleitungen, setzen Sie den Behälter spannungsfrei in seine originalen Halterungen ein und prüfen Sie, ob der Einfüllstutzen nicht an Fahrerhausverkleidungen scheuert. Füllen Sie nach der Montage Scheibenwaschflüssigkeit mit einem Frostschutz ein, der zur erwarteten Umgebungstemperatur passt. Eine korrekte Passform und technische Prüfung vor der Montage reduzieren Standzeiten und verhindern wiederholte Undichtigkeiten im Scheibenwischersystem.

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