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Felge

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Felgen für MAN und Mercedes Lkw, Busse und Transporter

Felgen bilden die tragende Verbindung zwischen Reifen, Radnaben und Bremssystemen. Bei MAN und Mercedes Lkw, Bussen und Transportern müssen sie nicht nur das Fahrzeuggewicht tragen, sondern auch hohen radialen und axialen Kräften durch Beladung, Kurvenfahrten, Bremsvorgänge und Fahrbahnunebenheiten standhalten. Die richtige Felgenwahl ist daher entscheidend für Fahrstabilität, Reifenverschleiß, Bremskühlung und die Lebensdauer von Radlagern, Radbolzen und Naben. Bei MAN TGL, TGM, TGS, TGX und TG3, Mercedes Atego, Axor, Actros, Arocs und Econic sowie Sprinter, TGE, Citaro, Tourismo und Neoplan-Bussen unterscheiden sich Felgen je nach Achslast, Nabenausführung und Bremskonfiguration erheblich.

Felgenkompatibilität: Abmessungen, Tragfähigkeit und Nabenanschluss

Professionelle Felgen sind als Stahl-Scheibenräder und Aluminiumfelgen erhältlich. Stahlausführungen sind robust und werden im Bau-, Verteiler- und Entsorgungsverkehr eingesetzt. Geringfügige Randbeschädigungen an Stahlfelgen können mitunter repariert werden. Aluminiumfelgen bieten ein geringeres ungefederte Gewicht, eine günstige Wärmeableitung und eine repräsentative Optik, erfordern jedoch eine sorgfältige Kontrolle auf Korrosion, Rissbildung und Beschädigungen der Bolzensitze.

Die richtige Ausführung wird unter anderem durch Felgendurchmesser, Felgenbreite, Lochkreis, Nabenlochdurchmesser, Einpresstiefe (ET-Wert), Tragfähigkeit, Ausführung der Bolzenlöcher und die Form der Montagefläche bestimmt. Bei Nutzfahrzeugen kommen beispielsweise schlauchlose 17,5-, 19,5- und 22,5-Zoll-Felgen vor, neben spezifischen Ausführungen für leichte Transporter. Der konische oder kugelförmige Sitz der Radbolzen muss exakt zur Felge passen; eine falsche Kombination aus Bolzen und Sitz führt zu unzureichender Klemmkraft, sich lösenden Rädern oder ausgeschlagenen Bolzenlöchern.

Felgen müssen stets anhand der Fahrgestellnummer des Fahrzeugs bestimmt werden. Ein visueller Vergleich oder die Auswahl ausschließlich nach Modellbezeichnung reicht niemals aus. Innerhalb einer Actros-, TGS-, Sprinter- oder TGE-Baureihe können Vorderachse, angetriebene Hinterachse, Nabenreduktion, Bremsscheiben, Bremstrommeln und zulässige Achslasten zu unterschiedlichen Felgenspezifikationen führen.

Typische Schadensbilder und gezielte Diagnose

Eine verbogene Felge verursacht häufig Lenkradvibrationen, Reifen-Cupping, ungleichmäßigen Profilverschleiß oder Schwingungen, die in einem bestimmten Geschwindigkeitsbereich zunehmen. Prüfen Sie zunächst den Reifen auf Karkassenschäden, lokale Höhenunterschiede und fehlerhafte Auswuchtung, bevor die Felge ausgesondert wird. Messen Sie anschließend den Radial- und Axialschlag mit einer Messuhr an einer gereinigten, korrekt zentrierten Nabe oder Auswuchtmaschine. Vergleichen Sie die gemessene Abweichung mit den Fahrzeugspezifikationen und beurteilen Sie auch die Anlagefläche zur Nabe.

Prüfpunkte vor der Montage

Prüfen Sie den Felgenrand auf beiden Seiten auf Dellen, Risse und Beschädigungen im Bereich der Wulstsitze. Insbesondere bei schlauchlosen Felgen können Korrosion und Lochfraß Luftverlust verursachen, selbst wenn Reifen und Ventil intakt erscheinen. Untersuchen Sie den Scheibenteil auf Haarrisse rund um die Radbolzenlöcher und prüfen Sie, ob die Bolzensitze durch Fahren mit unzureichendem Anzugsdrehmoment nicht ausgeweitet wurden. Reinigen Sie Nabenfläche, Zentrierbohrung und Felgenanlagefläche mechanisch, ohne Material abzutragen. Schmutz, Lackablagerungen oder Korrosionspartikel zwischen Nabe und Felge verursachen Seitenschlag und einen Verlust der Vorspannkraft in den Radbolzen.

Empfehlungen zum Austausch für eine zuverlässige Radmontage

Ersetzen Sie Felgen sofort bei Rissen, verformten Bolzenlöchern, starker Korrosion im Wulstsitz oder bei Überschreitung des zulässigen Rundlaufs. Richtarbeiten oder Schweißarbeiten an sicherheitskritischen Bereichen wie Scheibenteil, Lochkreis und Felgenwulst sind ohne ein validiertes Reparaturverfahren keine technisch vertretbare Lösung. Prüfen Sie bei einer beschädigten Felge auch Radlager, Nabe, Radbolzen, Muttern und Reifen: Ein starker Aufprall kann mehr Schäden verursachen als nur einen verbogenen Felgenrand.

Montieren Sie ausschließlich Felgen mit der korrekten Tragfähigkeit für die montierte Achse und Bereifung. Verwenden Sie passende Radbolzen oder Muttern, ziehen Sie diese über Kreuz mit dem vorgeschriebenen Anzugsdrehmoment an und führen Sie nach dem ersten Einsatz eine Nachkontrolle durch. Ein technisch kontrollierter Lagerbestand und schnelle Verfügbarkeit helfen, Standzeiten bei Rad- und Reifenschäden zu begrenzen.

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