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Radbefestigungsbolzen Abschirmung
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Verfügbarkeit: Verfügbarkeit anfragenVBA006.483
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VBA006.784, 006784
Radbolzenschutz schützt die herausragenden Gewindeenden, Radmuttern oder Radbolzen der Vorderachse vor Feuchtigkeit, Streusalz, Steinschlag und festsitzendem Bremsstaub. Bei MAN und Mercedes Lkw, Bussen und Transportern handelt es sich in der Regel um Kunststoffschutzkappen, geschlossene Radmutterkappen, Schutzhülsen, Radbolzenabdeckringe oder Kombinationen mit Radmutterindikatoren. Diese kleinen Teile haben keine tragende Funktion bei der Radbefestigung, tragen jedoch unmittelbar zu einer reibungslosen Inspektion und Demontage der Radverbindung bei. Korrosion an der Mutterseite oder in den inneren Aufnahmen kann die Montage erschweren, das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment beeinflussen und die Servicezeit bei Reifenwechseln erheblich erhöhen.
Der richtige Radbolzenschutz wird nicht ausschließlich durch das Fahrzeugmodell, den Felgendurchmesser oder die Anzahl der Radbolzen bestimmt. Unterschiede in der Nabenausführung, im Radbolzendurchmesser, in der Schlüsselweite, der Länge der Radmutter, dem Felgentyp und dem örtlich verfügbaren Freiraum um die Nabe entscheiden darüber, ob eine Kappe korrekt sitzt, ohne die Radmutter oder Felge zu berühren. An Vorderachsen gibt es unter anderem Ausführungen für Radmuttern mit verschiedenen Sechskantgrößen sowie offene und geschlossene Schutzkappen. Einige Varianten sind speziell für Stahlfelgen ausgelegt, während andere ausreichend Tiefe für lange Radmuttern oder zentrale Abdeckungen benötigen.
Verwenden Sie beim Austausch stets die Fahrgestellnummer, um die passenden Radbolzenschützer für MAN und Mercedes Lkw, Busse und Transporter zu bestimmen. Ein visueller Vergleich oder die Auswahl allein nach Modellbezeichnung reicht niemals aus. Eine scheinbar identische Kunststoffkappe kann sich in Innendurchmesser, Wandstärke, Klemmsitz, Länge und Temperaturbeständigkeit unterscheiden. Eine zu lose Ausführung geht durch Vibrationen verloren; eine zu stramme Kappe kann bei der Montage reißen oder die Mutter nicht ausreichend überdecken.
Gerissene, verfärbte, fehlende oder verformte Schutzkappen sind bei Fahrzeugen im Verteilerverkehr, Baustellentransport und Winterdienst häufig anzutreffen. Kunststoff altert durch UV-Strahlung, Ozon, hohe Bremstemperaturen und den Kontakt mit Reinigungsmitteln. Eine Kappe, die ausbleicht, spröde wird oder nicht mehr fest auf der Radmutter sitzt, muss ersetzt werden. Der Verlust mehrerer Kappen auf einer Seite weist nicht nur auf verschlissene Kappen hin: Prüfen Sie auch auf Kontakt mit Bordsteinen, abweichende Felgenkonfigurationen oder unzureichenden Freiraum durch falsch montierte Teile.
Entfernen Sie zunächst die Schutzkappen und prüfen Sie die Radmuttern, die Kontaktflächen von Felge und Nabe sowie die sichtbaren Gewindebereiche. Kontrollieren Sie auf Rostbildung, beschädigte Sechskantflächen, gedehnte Gewindeenden und Spuren von sich drehenden Muttern. Messen Sie im Zweifelsfall die Schlüsselweite mit einem Messschieber und vergleichen Sie die Mutternlänge mit der verfügbaren Innentiefe der Schutzkappe. Reinigen Sie die Muttern trocken; tragen Sie kein Fett, Kupferpaste oder Montagepaste auf die konischen oder planen Radmutterauflagen auf, sofern der Fahrzeughersteller dies nicht ausdrücklich vorschreibt. Die Radmuttern selbst müssen anschließend mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel gemäß dem vorgeschriebenen Anzugsdrehmoment und Kreuzmuster geprüft werden.
Montieren Sie Radbolzenschutz erst, nachdem die Radbefestigung technisch einwandfrei ist. Drücken Sie jede Kappe gerade und vollständig über die Radmutter, ohne Schlagwerkzeuge zu verwenden, die den Kunststoffrand spalten können. Ersetzen Sie beschädigte Sätze vorzugsweise pro Rad, damit Klemmsitz, Farbcodierung und Prüfbarkeit einheitlich bleiben. Bei Fahrzeugen mit Radmutterindikatoren müssen die Anzeigerichtungen vor der Abfahrt visuell kontrolliert werden; verdrehte Indikatoren können auf eine möglicherweise sich lösende Radmutter hinweisen und erfordern eine sofortige Prüfung der gesamten Radverbindung.
Ein Vorrat an passenden Schutzkappen verhindert, dass Fahrzeuge nach dem Reifenservice mit offenen, korrodierenden Radmuttern losfahren. Braem unterstützt dabei mit technischer Identifikation anhand der Fahrgestellnummer und einer breiten Verfügbarkeit von Teilen für professionelle Reparaturen.