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Bedienungsgerät Luftfiederung

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Luftfederungsregelung für MAN und Mercedes Lkw, Busse und Transporter

Die Luftfederungsregelung hält die vorgeschriebene Fahrhöhe von Fahrgestell, Achsen und Ladefläche unabhängig von der Beladung konstant. Das System besteht in der Regel aus einem Steuergerät (Electronic Control Unit), Höhensensoren mit Koppelstangen, einem Ventilblock mit Magnetventilen, Druckluftleitungen, Druckluftversorgung und Bedienschaltern für Hub-, Senk- oder Kneelfunktionen. Bei MAN TGL, TGM, TGS, TGX und TG3-Modellen, Mercedes Atego, Actros, Arocs, Antos und Econic sowie bei Bussen wie MAN Lion’s City, Mercedes Citaro und Neoplan Reisebussen unterscheiden sich Softwarekonfiguration, Steckerbelegung, Nennfahrhöhe und Ventilblöcke je nach Achsanordnung. Komponenten für die Luftfederungsregelung müssen daher stets anhand der Fahrgestellnummer bestimmt werden. Ein visueller Vergleich oder die Auswahl ausschließlich nach Modellbezeichnung reicht niemals aus.

Funktion, Kompatibilität und kritische Komponenten

Elektronisch geregelte Luftfederungen arbeiten häufig nach dem ECAS-Prinzip (Electronically Controlled Air Suspension). Das Steuergerät vergleicht das Sensorsignal der aktuellen Fahrgestell- beziehungsweise Achshöhe mit einem gespeicherten Referenzwert. Bei einer Abweichung steuert es die Füll-, Entlüftungs- oder Absperrmagnetventile an. Über den Druckluftbehälter wird Druckluft zu den Luftbälgen geleitet; beim Ablassen wird die Luft kontrolliert in die Atmosphäre abgeführt. Je nach Ausführung handelt es sich um ein 4x2-, 6x2-, 6x4- oder mehrachsiges Fahrzeug mit separater Regelung von Vorderachse, angetriebener Hinterachse, Nachlaufachse oder Liftachse.

Typische Störungen und gezielte Diagnose der Luftfederungsregelung

Häufige Fehlerbilder sind ein schief stehendes Fahrzeug, ein Fahrzeug, das sich nicht anhebt, nach dem Abstellen absinkt, nur eine Achse nicht regelt oder in Notfahrhöhe bleibt. Auch ein dauerhaft laufender Luftkompressor, wiederholtes Nachfüllen nach dem Abstellen oder Fehlermeldungen zur Fahrhöhe sind wichtige Hinweise. Die Ursache liegt nicht immer im Steuergerät oder Ventilblock: undichte Luftbälge, gerissene Pneumatikleitungen, korrodierte Anschlüsse und unzureichender Systemdruck verursachen ähnliche Symptome.

Beginnen Sie die Diagnose mit dem Auslesen von Fehlercodes und Livewerten über ein geeignetes Diagnosegerät. Vergleichen Sie die gemessenen Sensorwerte links und rechts mit der tatsächlichen Höhe, gemessen zwischen festen Referenzpunkten an Fahrgestell und Achse. Prüfen Sie anschließend den Sensorhebel, die Koppelstange und die Befestigungspunkte auf Verbiegung, übermäßiges Spiel oder gelöste Kunststoff-Kugelgelenke. Messen Sie Versorgungsspannung, Masseanschluss und Signalleitung der Höhensensoren gemäß dem Fahrzeugschaltplan; Unterbrechungen in Kabelbäumen nahe Achse und Fahrgestell treten durch Steinschlag, Korrosion und Kabelbruch regelmäßig auf.

Ventilblock, Druckluftkreislauf und Austausch

Führen Sie bei ausreichendem Behälterdruck mit Lecksuchspray eine Dichtheitsprüfung an Leitungsanschlüssen, Ventilblock, Luftbalganschlüssen und Kupplungen durch. Achtung: Ein intern undichtes Magnetventil ist nicht immer hörbar, kann sich jedoch durch langsames Absinken einer Seite bemerkbar machen. Prüfen Sie außerdem, ob der Luftversorgungsdruck innerhalb der Vorgaben liegt und ob der Ventilblock tatsächlich angesteuert wird. Messen Sie hierzu den Spulenwiderstand und überprüfen Sie die Ansteuerung unter Last; eine reine Spannungsmessung ohne angeschlossene Spule kann irreführend sein.

Machen Sie vor der Demontage den Druckluftkreislauf drucklos und stützen Sie das Fahrgestell mechanisch ab; verlassen Sie sich niemals ausschließlich auf Luftbälge oder die Hubstellung. Ersetzen Sie beschädigte Koppelstangen, korrodierte Steckverbinder und undichte Leitungen gleichzeitig, um wiederholte Störungen zu vermeiden. Nach der Montage sind häufig das Anlernen, die Kalibrierung der Fahrhöhe und das Löschen der Fehlercodes erforderlich. Technische Unterstützung bei der Identifikation und korrekten Kalibrierung kann unnötige Standzeiten reduzieren.

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