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Federbock

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  1. Gebraucht
    Lkw- und Busersatzteile - Federung - Federung - Federbock - 81.41301.6158.OCC
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    Equivalenten:
    81.41301.6104, 81413016104, 81.41301-6104, 81.41301.6156, 81413016156, 81.41301-6156, 81.41301.6158, 81413016158, 81.41301-6158, 81.41301.6158.OCC, 81413016158OCC ...
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    Lkw- und Busersatzteile - Federung - Federung - Federbock - 81.41303.0079
    Verfügbarkeit:
    97,71 €

    Richtpreis exkl. MwSt.

    Equivalenten:
    81.41303.0079, 81413030079, 81.41303-0079, 81413030079, 81413030079, VSO13.161, 13161, 81.41303.0079.OCC, 81413030079OCC, 81.41303-0079.OCC
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Federbock für MAN- und Mercedes-Lkw, Busse und Transporter

Ein Federbock ist die Fahrgestellbefestigung, in der das vordere oder, je nach Aufhängungskonstruktion, hintere Federauge eines Blattfederpakets schwenkt. Das Bauteil überträgt hohe statische und dynamische Belastungen von der Vorderachse oder Antriebsachse auf das Fahrgestell. Federböcke werden bei blattgefederten MAN-Lkw wie F90, F2000, L2000, TGL und TGM sowie bei Mercedes-Benz LN, SK, Atego, Axor und bestimmten Sprinter- und Vario-Ausführungen eingesetzt. Auch bei Bussen und Transportern mit mechanischer Blattfederung kann die Ausführung je nach Achslast, Federlänge, Federaugendurchmesser und Fahrgestellbreite variieren. Wählen Sie einen Federbock daher stets anhand der Fahrgestellnummer (VIN) aus. Ein visueller Vergleich, nur die Modellbezeichnung oder allein der Lochmittenabstand der Befestigungsbohrungen reichen niemals aus.

Konstruktion, Kompatibilität und Belastungspunkte von Federböcken

Ein Federbock besteht in der Regel aus einem geschmiedeten oder hochwertigen Stahlbügel mit einem maschinell bearbeiteten Lagergehäuse für den Federbolzen oder Federstift. In den Federaugen befinden sich Gummi-Metall-Silentbuchsen oder, bei älteren Konstruktionen, schmierte Gleitbuchsen mit einem gehärteten Stahlstift. Die Passung zwischen Federstift, Buchse und Federbock ist entscheidend: Zu viel Radialspiel verursacht Klopfgeräusche, eine Veränderung des Nachlaufwinkels und zusätzliche Belastungen auf Federblätter, Federbügel und Fahrgestelllängsträger. Eine zu stramme Passung verhindert die notwendige Drehbewegung des Federpakets beim Ein- und Ausfedern.

Bei der Teileauswahl müssen die Position am Fahrzeug, die linke oder rechte Ausführung, die Montageseite des Federpakets, das Stiftmaß, die Breite des Federauges und die Schraubenkonfiguration geprüft werden. Vorderachs-Federböcke sind nicht ohne Weiteres mit hinteren Federaufhängungspunkten oder Federschwingen austauschbar. Bei schweren Anwendungen, beispielsweise MAN TGS- und Mercedes Arocs-Baufahrzeugen, bestimmen Achslastklasse, Federpaketdicke und Fahrgestellausführung den richtigen verstärkten oder Standard-Federbock. Korrosionsschäden rund um die Schraubenbohrungen oder ein verformtes Lagergehäuse können die Nenntragfähigkeit erheblich verringern.

Bei Tandemaufhängungen sind die Federböcke und Federschwingen Teil einer gekoppelten Aufhängungskonstruktion für zwei Hinterachsen. Ein Ausgleichsbock, eine extrem schwere Stütze aus Gussstahl oder dickwandigem Stahl, ist am Fahrgestell montiert. Auf dem Ausgleichsbock ist die Ausgleichswelle montiert. Darauf ist eine Federschwinge gelagert montiert. Die Federschwinge befindet sich in der Regel zwischen der vorderen und hinteren Tandem-Hinterachse und ermöglicht es den Achsen, sich unter Belastung relativ zueinander zu bewegen. Dadurch wird die Belastung auf beide Achsen verteilt und das Fahrzeug bleibt auf unebenem Gelände besser stabil. Federböcke, Schwingen, Schwingenlagerungen und Buchsen müssen dabei als ein System geprüft werden, da Spiel oder Verschleiß in einem Bauteil die Achsstellung und Lastverteilung beider Achsen beeinflusst.

Typische Verschleißbilder und Folgen

Verschleiß äußert sich häufig durch ein dumpfes metallisches Klopfen beim Anfahren, Bremsen, Überfahren von Unebenheiten oder bei Richtungswechseln. Weitere Anzeichen sind ein ziehendes Lenkverhalten, asymmetrischer Reifenverschleiß, ein schräg hängendes Federpaket oder sichtbare Bewegung zwischen Federstift und Bock. Gerissene Schweißverbindungen am Fahrgestell, ovale Stiftbohrungen, ausgeschlagene Sitze und Rostbildung zwischen Federbock und Fahrgestell sind schwerwiegende Schadensbilder. Ein gelöster oder verschobener Federbock verändert die Achsposition; dadurch können Spur, Nachlauf und Kardanwellengeometrie außerhalb der Toleranz liegen. Bei Fahrzeugen mit ABS (Antilock Braking System) und EBS (Electronic Braking System) kann diese geometrische Abweichung indirekt zu einem instabilen Bremsverhalten führen.

Diagnose, Austausch und Montagehinweise

Prüfen Sie den Federbock auf einer Hebebühne oder über einer Montagegrube, wobei die Achse zunächst sicher abgestützt wird. Entlasten Sie das Federpaket nicht vollständig, bevor die Stellung von Achse und Feder markiert wurde. Prüfen Sie anschließend den Stahlbock auf Risse, Verbiegungen, lose Fahrgestellbefestigungen und Korrosion rund um die Tragflächen. Messen Sie den Federstift und die Bohrung mit einer Mikrometerschraube und einer Innenmessuhr; vergleichen Sie den gemessenen Durchmesser, die Ovalität und das Radialspiel mit der Werksvorgabe. Bewegen Sie das Federauge kontrolliert mit einem Montierhebel: Eine sichtbare Verschiebung der Innenbuchse gegenüber dem Federbock weist auf eine verschlissene Silentbuchse, einen verschlissenen Federstift oder ein ausgeschlagenes Lagergehäuse hin.

Ersetzen Sie einen gerissenen, verformten oder ausgeschlagenen Federbock immer; Aufschweißen oder Ausfüttern ist keine zuverlässige Lösung, da Materialfestigkeit, Ausrichtung und Ermüdungsbeständigkeit nicht gewährleistet bleiben. Prüfen Sie beim Austausch auch den Federstift, Sicherungsbleche, Distanzringe, Silentbuchsen, Federbügel und Befestigungsschrauben. Verwenden Sie neue Sicherungsmuttern, sofern der Hersteller dies vorschreibt, und ziehen Sie Befestigungen mit dem korrekten Anzugsdrehmoment und dem vorgeschriebenen Drehwinkel an. Ziehen Sie Gummi-Metall-Buchsen erst mit dem endgültigen Drehmoment fest, wenn das Fahrzeug auf normaler Fahrhöhe steht, damit das Gummi nicht vorgespannt wird.

Nach der Montage müssen die Achsstellung, die Fahrzeugfahrhöhe und die Achsvermessung überprüft werden. Ersetzen Sie Teile an derselben Achse bei vergleichbarem Verschleiß oder Korrosion vorzugsweise auf beiden  Seiten. Braem kann Sie dabei mit der technischen Identifikation anhand der Fahrgestellnummer und einer passenden Ausführung für die jeweilige Aufhängung unterstützen.

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