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Magnetventil

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    Lkw- und Busersatzteile - Bremssystem - Bremsventil - Magnetventil - WES472.195.097.0
    Verfügbarkeit:
    294,95 €

    Richtpreis exkl. MwSt.

    Equivalenten:
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  2. Neu
    Lkw- und Busersatzteile - Bremssystem - Bremsventil - Magnetventil - WES472.880.020.0
    Verfügbarkeit:
    300,05 €

    Richtpreis exkl. MwSt.

    Equivalenten:
    472 880 020 0, 4728800200, 4728800200, 4728800200, 4728800200, 4728800200, WES472.880.020.0, 4728800200, KNOK268479N50, K268479N50
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    Lkw- und Busersatzteile - Bremssystem - Bremsventil - Magnetventil - WES472.880.021.0
    Verfügbarkeit:
    512,55 €

    Richtpreis exkl. MwSt.

    Equivalenten:
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  4. Neu
    Lkw- und Busersatzteile - Bremssystem - Bremsventil - Magnetventil - WES472.880.024.0
    Verfügbarkeit:
    369,75 €

    Richtpreis exkl. MwSt.

    Equivalenten:
    81.25902.6237, 81259026237, 81.25902-6237, 472 880 024 0, 4728800240, 4728800240, 4728800240, WES472.880.024.0, 4728800240, KNOK268489N50, K268489N50, MOT1.259.0011 ...
  5. Neu
    Lkw- und Busersatzteile - Bremssystem - Bremsventil - Magnetventil - WES472.880.050.0
    Verfügbarkeit:
    1.226,55 €

    Richtpreis exkl. MwSt.

    Equivalenten:
    81.25902.6240, 81259026240, 81.25902-6240, 4728800500, 4728800500, 4728800500, 4728800500, WES472.880.050.0, 4728800500, KNOK268450N50, K268450N50, ELE1.259.0047 ...
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Magnetventile für MAN und Mercedes Lkw, Busse und Transporter
Funktion und Kompatibilität von Bremsmagnetventilen

Magnetventile im Bremssystem steuern den Druck von Druckluft oder Hydraulikflüssigkeit elektronisch. In pneumatischen EBS-Systemen (Electronic Braking System) sind sie in der Regel Bestandteil des ABS/EBS-Modulators (Anti-Blockier-System/Electronic Braking System). Je nach Systemaufbau und Anwendung gibt es jedoch auch Magnetventile als separate Einheit. Die ECU (Electronic Control Unit) aktiviert einzelne Einlass- und Auslassmagnetventile, um den Druck zu den Bremszylindern schnell aufzubauen, zu halten oder kontrolliert abzubauen. Dadurch bleibt ein Rad bei drohender Blockierung lenkbar, und die Bremskraft wird je Achse oder je Rad an Beladung und Gripniveau angepasst.

Separate Magnetventile, auch Solenoidventile oder Solenoide genannt, sind bei Lkw häufig über Fahrgestell und Motorraum verteilt montiert. Obwohl sie in modernen Lkw teilweise in zentralen Modulen zusammengefasst sind, steuern einzelne Ventile elektronisch einen Luftstrom in pneumatischen Systemen oder einen Flüssigkeitsstrom in hydraulischen Systemen sowie Kraftstoff- und Kühlsystemen. Die ECU sendet elektrischen Strom an das Ventil, wodurch ein Elektromagnet öffnet oder schließt und eine mechanische Funktion auslöst. Dies wird unter anderem für Luftfederung, Achslift, Differenzialsperre, PTO, Motorbremse, Turbosteuerung, das Ad-Blue-System und die Abgasanlage eingesetzt. Auch Magnetventile für ABS arbeiten nach diesem Prinzip, sind dort jedoch meist in ein Modul integriert.

Bei MAN TGL, TGM, TGA, TGS, TGX und TG3 Lkw, Lion’s City- und Lion’s Coach-Bussen sowie Neoplan-Reisebussen sind Magnetventile vor allem mit pneumatischen ABS-, EBS- und ASR-Funktionen (Anti Slip Regulation) verbunden. Mercedes Atego, Axor, Actros, Arocs, Antos, Econic, Citaro und Tourismo verwenden ebenfalls verschiedene Modulatorkonfigurationen je nach Achsausführung, EBS-Generation, Anhängersteuerung und Bremskreisaufteilung. Bei Mercedes Sprinter, Vito, V-Klasse und MAN TGE können hydraulische ABS/ESP-Einheiten (Electronic Stability Program) Magnetventile im hydraulischen Steuerblock enthalten. Das richtige Magnetventil, der passende Modulator oder Ventilblock muss stets anhand der Fahrgestellnummer bestimmt werden; ein visueller Vergleich oder die Auswahl allein nach Modellbezeichnung reicht niemals aus. Motortypen wie MAN D08, D26 und D38 oder Mercedes OM 936, OM 470 und OM 471 bestimmen die Anwendung nicht eigenständig.

Typische Fehlerbilder und gezielte Diagnose

Defekte oder verschmutzte Magnetventile verursachen häufig EBS- oder ABS-Warnungen, einen gespeicherten Fehlercode für einen bestimmten Druckregelkreis, ungleichmäßige Bremswirkung oder ein Fahrzeug, das beim starken Bremsen zu einer Seite zieht. Weitere Hinweise sind eine Bremse, die nicht ausreichend löst, wiederholtes Abblasen über den Auslassanschluss des Modulators, verzögerter Druckaufbau oder ein Anhängerbremskreis, der nicht korrekt angesteuert wird. Bei hydraulischen Systemen können ein hartes Bremspedal, eingeschränkter Druckabbau oder eine eingreifende ABS-Regelung auf trockener Fahrbahn auf ein intern schwergängiges Regelventil hinweisen.

Beginnen Sie die Diagnose mit dem Auslesen der ECU über geeignete Diagnosegeräte. Vergleichen Sie die gemessenen Raddrehzahlen, den angeforderten Bremsdruck und die tatsächlichen Druckwerte je Kreis. Prüfen Sie anschließend Versorgungsspannung, Masseverbindung und Kabelbaum auf Korrosion, Kabelbruch und Feuchtigkeitseintritt an den Steckverbindungen. Messen Sie den Widerstand und die Isolierung der Spule gemäß den Herstellervorgaben; eine unterbrochene Spule, ein Kurzschluss gegen Masse oder eine abweichende Stromaufnahme bestätigen keinen mechanischen Fehler, schließen ihn aber auch nicht aus.

Kontrolle von Luftqualität, Druck und Undichtigkeiten

Messen Sie mit kalibrierten Manometern den Versorgungsdruck vor und den geregelten Druck nach dem Modulator während eines aktiven Tests. Vergleichen Sie Druckaufbau und Druckabbau links/rechts sowie je Achse. Kontrollieren Sie auch Lufttrockner, Luftbehälter und Leitungen: Wasser, Kompressoröl und Korrosionspartikel können die engen Ventilsitze, Stößel und Dichtungen blockieren. Eine externe Dichtheitsprüfung mit Lecksuchspray an Anschlüssen und Auslassdämpfern ist erforderlich, zeigt jedoch keine internen Undichtigkeiten zwischen den Regelkanälen an.

Hinweise zum Austausch und zur Vermeidung wiederkehrender Defekte

Ersetzen Sie Magnetventile nicht ausschließlich anhand eines Fehlercodes. Eine Störung kann auch durch zu niedrigen Systemdruck, einen defekten ABS-Sensor, einen beschädigten Impulsring, eine schlechte Spannungsversorgung oder einen festsitzenden Bremssattel verursacht werden. Wenn die elektrischen Messungen, der Drucktest und die aktive Ansteuerung einen Defekt bestätigen, wird je nach System das einzelne Magnetventil, der Ventilblock oder der komplette ABS/EBS-Modulator ersetzt. Bei integrierten hydraulischen Steuerblöcken ist die Instandsetzung einzelner Ventile meist nicht zuverlässig oder nicht zulässig.

Reinigen Sie pneumatische Leitungen und Anschlussöffnungen vor der Montage vollständig und verschließen Sie offene Kreisläufe sofort. Verwenden Sie ausschließlich passende Dichtringe und die vorgeschriebenen Anzugsdrehmomente; falsche Passung oder beschädigte Gewinde verursachen Druckverlust. Führen Sie nach der Montage eine Dichtheitsprüfung, eine Fehlercode-Löschung, eine Kontrolle des Druckaufbaus und einen funktionalen Bremstest durch. Die rechtzeitige Wartung von Lufttrocknern und das regelmäßige Ablassen von Kondenswasser begrenzen die Ventilverschmutzung und verhindern kostspielige Ausfallzeiten. Braem kann hierbei technische Unterstützung bei der korrekten Identifizierung und Montage von Bremsmagnetventilen bieten.

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