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Flansch

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Flansch und Muttern für MAN und Mercedes Lkw, Busse und Transporter

Der Flansch eines NMV-Nebenabtriebs stellt die mechanische Verbindung zwischen dem motorgetriebenen Nebenabtrieb und der angetriebenen Kardanwelle, Pumpe oder anderen Nebenaggregaten her. Die zugehörigen Muttern halten diese Verbindung bei wechselnder Drehmomentbelastung fest. Eine falsche Passung oder unzureichende Klemmkraft verursacht nicht nur Vibrationen, sondern kann auch die Abtriebswelle, die Dichtung und das angeschlossene Aggregat beschädigen. Deshalb verdienen Flansch und Befestigungsmaterial ebenso viel Aufmerksamkeit wie der Nebenabtrieb selbst.

NMV steht für „Motorabhängiger Nebenabtrieb“: einen motorgetriebenen Nebenabtrieb. Bei Mercedes-Benz und ZF wird dieser Nebenabtrieb direkt vom Motor angetrieben, unabhängig von der Getriebekupplung. Eine Lamellenkupplung schaltet den Antrieb zur Abtriebswelle ein und aus, auch unter Last. Dadurch eignet sich dieser Nebenabtrieb für schwere Anwendungen wie Betonpumpen und Hydraulikanlagen an Lkw.

Den richtigen Flansch und die passenden Muttern bestimmen

NMV-Ausführungen unterscheiden sich je nach Fahrzeugkonfiguration, Getriebe und Antrieb des Nebenaggregats. Bei MAN TGS und TGX können unter anderem ZF AS-Tronic und ZF TraXon 12TX verbaut sein; bei Mercedes Actros und Arocs hängt die Ausführung ebenfalls vom verbauten Getriebe und Nebenabtrieb ab. Auch bei Motorvarianten wie dem MAN D26 oder Mercedes OM 471 lässt sich die Flanschgröße nicht aus der Motorbezeichnung ableiten. Bestimmen Sie die Teile immer anhand der Fahrgestellnummer des Fahrzeugs und prüfen Sie anschließend die Kennzeichnung von Getriebe und NMV. Ein Sichtvergleich oder die Auswahl allein nach der Modellbezeichnung reicht nicht aus.

Vergleichen Sie vor der Bestellung Flanschtyp, Lochkreis, Anzahl der Befestigungsbohrungen, Zentrierdurchmesser, Dicke und axiale Baulänge. Prüfen Sie bei einer verzahnten Verbindung auch die Anzahl der Keilnuten und das Verzahnungsprofil. Bei den Muttern sind Gewindegröße und -steigung, Festigkeitsklasse, Sicherungsart und vorgeschriebenes Anzugsverfahren entscheidend. Ein nur annähernd passendes Lochbild ist nicht akzeptabel: Die Zentrierung muss das Bauteil korrekt positionieren, während die Befestigung die erforderliche Klemmkraft aufbringt.

Verschleißbilder und gezielte Diagnose

Sich lösende Muttern, ausgeschlagene Befestigungsbohrungen und Roststaub rund um die Kontaktfläche deuten häufig auf Bewegung zwischen Flansch und Gegenflansch hin. Wiederkehrende Vibrationen unter Last können außerdem durch eine schiefe Montage, Unwucht, Spiel in der Verzahnung oder ein verschlissenes Kreuzgelenk der Kardanwelle entstehen. Getriebeölspuren hinter dem Flansch erfordern eine Prüfung der Wellendichtung und der Dichtlauffläche; allein der Austausch des Wellendichtrings behebt eine eingelaufene Lauffläche nicht.

Gehen Sie schrittweise vor. Schalten Sie den Antrieb sicher spannungsfrei und markieren Sie vor der Demontage die Position der verbundenen Teile zueinander. Prüfen Sie zunächst, ob Muttern fehlen oder sich sichtbar verschoben haben. Messen Sie anschließend den Radial- und Axialschlag des montierten Flansches mit einer Messuhr und vergleichen Sie die Ergebnisse mit den Vorgaben für den betreffenden NMV. Messen Sie Zentrierbund und Flanschdicke mit einem Messschieber oder Mikrometer; prüfen Sie die Gewindesteigung mit einer Gewindelehre. Untersuchen Sie die demontierten Kontaktflächen auf Passungsrost, Risse und Grate und prüfen Sie die Abtriebswelle separat auf Spiel. So wird ein Defekt am Nebenabtrieb nicht fälschlich dem Flansch zugeschrieben.

Austauschen, ohne dass Vibrationen wiederkehren

Montieren Sie keinen Flansch mit ausgeschlagenen Bohrungen, beschädigter Verzahnung oder verformter Dichtlauffläche. Reinigen Sie die Passflächen, verwenden Sie Muttern der vorgeschriebenen Festigkeitsklasse und ersetzen Sie einmalig verwendbare Sicherungsmuttern gemäß den Herstellervorgaben. Ziehen Sie die Befestigung über Kreuz mit dem vorgeschriebenen Anzugsdrehmoment oder Drehwinkel an; ein allgemeingültiger Wert ist hier nicht zuverlässig. Prüfen Sie nach der Montage den Rundlauf erneut und untersuchen Sie bei anhaltenden Vibrationen auch die Ausrichtung und Lagerung der Kardanwelle. Bei einem hydraulisch angetriebenen Aufbauaggregat muss zudem die Pumpenlast innerhalb der zulässigen NMV-Spezifikation bleiben: Ein neuer Flansch gleicht keine dauerhafte Überlastung aus.

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