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Lamellen für MAN- und Mercedes-Lkw

Lamellen sind entscheidende Reibelemente innerhalb eines NMV (Nebenabtrieb motorabhängig vorgebaut), eines vorn angebauten, motorabhängigen Nebenabtriebs. Dieser vorn montierte Nebenabtrieb wird direkt vom Motor angetrieben, wodurch die Drehzahl des Nebenabtriebs von der Motordrehzahl abhängt. In MAN- und Mercedes-Anwendungen sorgen diese Lamellen für eine kontrollierte Übertragung des Motordrehmoments auf den Nebenabtrieb, unter anderem bei Fahrzeugen mit Betonpumpe. Für Werkstätten und technische Dienste ist eine korrekte Beurteilung der Lamellen wichtig, da Beschwerden wie Schlupf unter Last, ungleichmäßiger Kraftaufbau oder verzögertes Einschalten des Nebenabtriebs nicht immer durch die komplette NMV-Einheit verursacht werden. In vielen Fällen liegt die Ursache bei verschlissenen Reibscheiben, verbrannten Oberflächen oder einer Kombination aus Lamellenverschleiß und verunreinigtem Öl.

Kompatibilität, Aufbau und Motorabstimmung

Nicht jede Lamelle ist zwischen NMV-Systemen von MAN- und Mercedes-Lkw austauschbar. Abmessungen, Reibmaterial, Dicke, Verzahnung und die Anzahl der Scheiben unterscheiden sich je nach NMV-Typ, internem Kupplungsaufbau und Fahrzeugeinsatz. Insbesondere bei Fahrzeugen mit hohem Leistungsbedarf am Nebenabtrieb, wie Fahrzeugen mit Betonpumpen, muss der Lamellensatz exakt auf die NMV-Ausführung, den Antrieb und das betreffende Fahrzeug abgestimmt sein. Eine falsche Dickenabmessung oder ungeeignetes Reibmaterial führen schnell zu abweichendem Druckaufbau, Wärmeentwicklung und beschleunigtem Verschleiß.

Daher ist es wichtig, dass die Teile anhand der Fahrgestellnummer des Fahrzeugs bestimmt werden. Dies verhindert fehlerhafte Montagen bei Varianten innerhalb derselben Fahrzeugbaureihe. Für Werkstätten, die schnell reagieren müssen, ist technische Unterstützung bei der Identifizierung oft hilfreicher als der bloße optische Vergleich alter und neuer Teile.

Typischer Verschleiß, Fehlerbilder und Diagnose

Verschlissene Lamellen in einem NMV erkennt man meist an einer Kombination von Symptomen. Dazu gehören Schlupf bei eingeschaltetem Nebenabtrieb, ungleichmäßige Kraftübertragung, langsamer Aufbau des Antriebs, erhöhte Öltemperatur und verbrannter Geruch im Öl. Bei der Demontage sind Blaufärbung, verglaste Reibflächen, abbröckelndes Reibmaterial oder ungleichmäßige Scheibendicke eindeutige Indikatoren. Auch Metallspäne oder Reibrückstände im Öl weisen häufig auf internen Verschleiß hin, der über die Lamellen selbst hinausgeht.

Ein wichtiger Punkt ist, dass Lamellenschäden häufig sekundär entstehen. Ursachen sind unter anderem zu niedriger Öldruck, verunreinigtes Öl, Überhitzung, schleifende Ansteuerung oder eine langfristige Belastung des motorabhängigen Nebenabtriebs. Die Funktionsweise des NMV verläuft dabei wie folgt: Zuerst wird der NMV eingeschaltet, anschließend werden die Lamellen gegeneinander gedrückt, danach wird über Reibung Kraft übertragen und schließlich beginnt der Nebenabtrieb zu drehen. Wer nur die Lamellen ersetzt, ohne die hydraulische Ansteuerung, die Ölqualität und die umgebenden Komponenten zu prüfen, riskiert erheblich wiederkehrende Schäden.

Praktische Hinweise zum Austausch aus der Werkstatt

Ersetzen Sie Lamellen vorzugsweise satzweise und prüfen Sie stets die Gegenplatten, die Trommel, Dichtungen und eventuelle Kolben auf Einlaufspuren oder Verformungen. Messen Sie das Spiel und die Pakethöhe gemäß der Spezifikation des NMV und spülen Sie das System, wenn das Öl sichtbar verbrannt oder verunreinigt ist. Prüfen Sie nach der Montage, ob der NMV korrekt einschaltet, ob die Lamellen das Drehmoment schlupffrei übertragen und ob der Nebenabtrieb unter Last stabil läuft. So vermeiden Sie, dass eine mechanisch korrekte Reparatur dennoch aufgrund funktionaler Beschwerden erneut erforderlich wird. Bei Braem ist die schnelle Verfügbarkeit technisch korrekt bestimmter Teile ein praktischer Vorteil für professionelle Werkstätten.

Reale Herausforderungen und nachhaltige Lösungen

Ein häufiges Problem bei Fahrzeugen mit Betonpumpen ist die hohe thermische und mechanische Belastung des NMV durch den lang andauernden Antrieb unter Last. In solchen Fällen reicht es nicht aus, nur den Verschleiß zu betrachten; auch das Einsatzprofil und die Wartungshistorie sind entscheidend. Ein rechtzeitiger Ölwechsel mit der richtigen Spezifikation, die Kontrolle des Druckaufbaus und eine vollständige Inspektion der betreffenden NMV-Komponenten verlängern die Lebensdauer neuer Lamellen erheblich.

Für Unternehmen, die Standzeiten begrenzen möchten, ist die schnelle Verfügbarkeit korrekt bestimmter Teile wichtig, noch wichtiger ist jedoch eine vollständige Diagnose. Deshalb entscheiden sich viele Fachleute für einen gezielten Austausch auf Grundlage einer technischen Prüfung, mit Augenmerk auf Qualität und Passgenauigkeit. Dies ist meist der sicherste Weg zu einer dauerhaften Reparatur von MAN- und Mercedes-NMV-Systemen. Wie bei anderen Getriebeteilen müssen die richtigen Lamellen stets anhand der Fahrgestellnummer des Fahrzeugs bestimmt werden.

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