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Kühlmittel und filter
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Verfügbarkeit: Verfügbarkeit anfragenMB000.989.43.25/22906,25 €Richtpreis exkl. MwSt.
Equivalenten:
MB000.989.43.25/22, 0009894325/22, A0009894325/22 - Neu Dank unserer Produktkenntnis und aufgebauten Beziehungen zu Herstellern weltweit haben wir die zuverlässigsten Alternativen gefunden. Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Verfügbarkeit: Verfügbarkeit anfragenMOT1.981.0026
15,35 €Richtpreis exkl. MwSt.
Equivalenten:
51.98182.0003, 51981820003, 51.98182-0003, DT3.15043, 315043, MOT1.981.0010, 19810010, MOT1.981.0026, 19810026, WG1700958, 1700958, COR49355583, 49355583
Kühlmittel führen Verbrennungswärme ab und schützen Kühlkanäle, Zylinderköpfe, Wasserpumpen und Kühler vor Frost, Korrosion und Kavitation. Kühlmittelfilter entfernen zirkulierende Verunreinigungen, sofern sie bei der jeweiligen Motorausführung vorgesehen sind. Manche Ausführungen enthalten außerdem Konditionierungsadditive. Die Wahl eines ungeeigneten Kühlmittels oder Filters kann die Wärmeübertragung verringern und Dichtungen angreifen, auch wenn der gemessene Frostschutz noch ausreichend erscheint.
Wählen Sie Kühlmittel und Filter immer anhand der Fahrgestellnummer des Fahrzeugs sowie der Motorausführung und der Wartungsvorschriften aus. Ein optischer Vergleich oder eine Auswahl allein nach Modellbezeichnung reicht niemals aus. Beispielsweise können bei MAN D20- und D26-Motoren oder Mercedes OM 471-Motoren die Vorschriften je nach Baujahr und technischer Ausführung variieren. Auch für MAN TGE, Mercedes Sprinter und Busse wie Lion’s City und Citaro ist die fahrzeugspezifische Freigabe maßgeblich; ein Kühlmittelfilter ist nicht serienmäßig vorhanden.
Unterscheiden Sie zwischen IAT (Inorganic Additive Technology), OAT (Organic Acid Technology) und HOAT (Hybrid Organic Acid Technology). Diese Technologien verwenden unterschiedliche Korrosionsinhibitoren; die Farbe ist kein Nachweis für die Mischbarkeit untereinander. Prüfen Sie die erforderliche MAN 324-Spezifikation einschließlich Untertyp oder das zutreffende Mercedes-Benz-Betriebsstoffblatt. Die Freigabe bestimmt die Eignung unter anderem für Aluminium, Gusseisen und Elastomerdichtungen. Verwenden Sie Konzentrat mit Wasser der vorgeschriebenen Qualität oder eine gebrauchsfertige Mischung. Etwa 50 Volumenprozent Ethylenglykol bieten in der Regel Frostschutz bis etwa −37 °C, maßgeblich bleiben jedoch die Produktdaten und Herstellervorschriften. Mehr Glykol verbessert die Kühlung nicht: Die Viskosität steigt und die Wärmekapazität sinkt.
Bei Kühlmittelfiltern sind Gewinde, Dichtungsdurchmesser, Einbauraum, Filterfeinheit, zulässiger Differenzdruck und Temperaturbeständigkeit entscheidend. Unterscheiden Sie mechanische Filter ohne Additive von Konditionierungsfiltern mit einer festgelegten Additivfüllung. Eine ungeeignete Füllung kann eine Überdosierung verursachen; montieren Sie daher niemals einen Konditionierungsfilter nur deshalb, weil der Anschluss passt.
Braune Verfärbungen, Bodensatz und Ablagerungen können auf Korrosion, ungeeignetes Anmischwasser oder vermischte Kühlmittel hinweisen. Aufgebrauchte Korrosionsinhibitoren erhöhen das Risiko von Lochfraß und Kavitationsschäden, unter anderem an nassen Zylinderlaufbuchsen, sofern vorhanden. Ein zugesetzter Filter kann den Durchfluss im zugehörigen Filterzweig einschränken. Ein öliger Film erfordert eine Untersuchung beispielsweise auf Undichtigkeiten am Motorölkühler oder an der Zylinderkopfdichtung; ein bloßer Kühlmittelwechsel beseitigt diese Ursache nicht.
- Lassen Sie den Motor abkühlen und öffnen Sie niemals einen heißen, unter Druck stehenden Kreislauf. Prüfen Sie den Füllstand, die Wartungshistorie und mögliche Undichtigkeiten sowie eine entnommene Kühlmittelprobe auf Partikel oder Phasentrennung.
- Messen Sie die Glykolkonzentration mit einem kalibrierten Refraktometer auf der passenden Glykolskala. Prüfen Sie den pH-Wert und, sofern vorgeschrieben, die Inhibitorkonzentrationen mit geeigneten Prüfmitteln anhand der produktspezifischen Grenzwerte. Frostschutz allein ist kein Nachweis für einen noch vorhandenen Korrosionsschutz.
- Führen Sie im kalten Zustand eine Druckprüfung mit einer Handpumpe und einem Manometer unter Einhaltung des vorgeschriebenen Prüfdrucks durch. Überschreiten Sie den zulässigen Systemdruck nicht; prüfen Sie auch den Druckverschlussdeckel separat. Suchen Sie bei Druckverlust nach äußeren und inneren Undichtigkeiten.
- Prüfen Sie bei vorhandenen Messstellen den Differenzdruck am Filter unter den vorgeschriebenen Betriebsbedingungen. Vergleichen Sie ihn mit dem Grenzwert des Filters. Prüfen Sie bei Überhitzung auch die Thermostatfunktion, die Förderleistung der Wasserpumpe und den Kühler auf Verschmutzung, bevor Sie Teile ersetzen.
Beseitigen Sie zuerst die Undichtigkeit oder die Verunreinigungsquelle. Lassen Sie das Kühlmittel kontrolliert ab und entsorgen Sie es als Abfall. Spülen Sie bei unbekannter oder unverträglicher Befüllung gemäß dem vom Hersteller vorgegebenen Verfahren; zurückbleibendes Spülwasser beeinflusst das endgültige Mischungsverhältnis. Ersetzen Sie den vorgeschriebenen Filter und die Dichtungen, reinigen Sie die Dichtflächen und beachten Sie die Montagevorschriften. Befüllen und entlüften Sie das System nach dem fahrzeugspezifischen Verfahren, insbesondere bei Bussen mit langen Heizkreisläufen. Prüfen Sie nach dem Warmlaufen und vollständigen Abkühlen erneut Dichtheit, Füllstand und Konzentration. Dokumentieren Sie Produktfreigabe, Mischungsverhältnis und Wechseldatum, um ein Nachfüllen mit ungeeignetem Kühlmittel zu vermeiden.