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Einspritzpumpe

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Einspritzpumpe für MAN und Mercedes Lkw, Busse und Transporter

Eine Einspritzpumpe dosiert und fördert Dieselkraftstoff mit einem exakt festgelegten Einspritzzeitpunkt und ausreichend hohem Druck zu den Einspritzdüsen. Bei konventionellen Dieselmotoren bestimmt die Pumpe damit unmittelbar die Motorleistung, die Rauchentwicklung, den Verbrauch und das Startverhalten. In MAN und Mercedes Lkw, Bussen und Transportern kommen unterschiedliche Ausführungen zum Einsatz: Verteilereinspritzpumpen, Reiheneinspritzpumpen mit separaten Pumpenelementen pro Zylinder sowie bei bestimmten Mercedes-Motoren PLD-Pumpen (Pumpe-Leitung-Düse). Das passende Ersatzteil muss stets anhand der Fahrgestellnummer bestimmt werden. Ein optischer Vergleich oder die Auswahl ausschließlich nach Modellbezeichnung, Motorleistung oder Baujahr ist niemals ausreichend.

Arten von Einspritzpumpen und Fahrzeugkompatibilität

Verteilereinspritzpumpen verfügen über einen Verteilermechanismus, der den Kraftstoff nacheinander auf die Zylinder verteilt. Sie kommen vor allem in leichteren oder älteren Dieselanwendungen zum Einsatz, bei denen eine kompakte Bauweise und eine begrenzte Zylinderzahl im Vordergrund stehen. Reiheneinspritzpumpen verwenden dagegen separate Plungerelemente und Druckventile für jeden Zylinder. Diese robusten Pumpen eignen sich für schwere Anwendungen mit hoher zyklischer Belastung, wie MAN-Motorfamilien einschließlich D02 und D28 sowie Mercedes-Motorfamilien einschließlich OM 364, OM 366, OM 402, OM 421 und OM 422.

Mercedes OM 904-, OM 906-, OM 924-, OM 926-, OM 501- und OM 502-Anwendungen sind mit PLD-Pumpen ausgestattet. Bei diesem System erzeugt jede einzelne PLD-Pumpe den Einspritzdruck für einen Zylinder; der Kraftstoff wird anschließend über eine kurze Hochdruckleitung zur Einspritzdüse geleitet. Der mechanische Nockenwellenantrieb, der Sitz der Pumpeneinheiten im Zylinderkopf und die elektrische Ansteuerung über das Motorsteuergerät sind dabei entscheidend. Spätere Motoren wie MAN D20, D26 und D38 oder Mercedes OM 470, OM 471 und OM 473 verwenden in der Regel Common-Rail-Technik mit einer Hochdruckpumpe und Raildruckregelung anstelle einer konventionellen Einspritzpumpe.

Verschleißbilder und gezielte Diagnose

Häufige Fehlerbilder sind erschwertes oder langes Starten, unruhiger Leerlauf, Leistungsverlust unter Last, erhöhter Dieselverbrauch, schwarzer oder weißer Rauch sowie Dieselverdünnung des Motoröls. Bei Verteilereinspritzpumpen führen Verschleiß am Verteilerkopf, an der Antriebswellendichtung, an der internen Förderpumpe oder an den Regelmechanismen häufig zu Druckverlust und Undichtigkeiten. Reiheneinspritzpumpen können internen Verschleiß an Plungern, Zylinderbuchsen, Zahnstangen und Druckventilen aufweisen. Bei PLD-Pumpen sind elektrische Unterbrechungen, Leckverluste an Dichtringen, Verschleiß der Plungerpaarung und Schäden an der Nockenwellenbetätigung wichtige Prüfpunkte.

Diagnose vor der Demontage

Beginnen Sie mit der Prüfung der Kraftstoffversorgung: Messen Sie den Förderdruck und Unterdruck vor dem Kraftstofffilter, kontrollieren Sie transparente Leitungsabschnitte auf Lufteintritt und prüfen Sie Rücklaufleitungen auf Verstopfungen oder übermäßigen Rücklauf. Lesen Sie anschließend Fehlercodes, aktuelle Raildruck- oder Ansteuerungswerte sowie Zylinder-Balancekorrekturen aus, sofern das Motormanagement dies unterstützt. Bei mechanischen Systemen muss auch der statische Einspritzzeitpunkt mit Messuhr, Absteckverfahren oder Herstellerwerkzeug geprüft werden. Vergleichen Sie den gemessenen Wert mit dem vorgeschriebenen Kurbelwinkel und der Toleranz. Eine abweichende Steuerzeit kann dieselben Symptome verursachen wie eine defekte Pumpe.

Ersetzen, einstellen und Ausfallzeiten vermeiden

Ersetzen Sie eine Einspritzpumpe nicht ausschließlich aufgrund von Rauchentwicklung oder eines Fehlercodes. Schließen Sie zunächst defekte Einspritzdüsen, einen verschmutzten Kraftstofffilter, unzureichenden Förderdruck, falsche Ventilsteuerzeiten und Kompressionsverlust aus. Beim Austausch müssen die Kraftstoffleitungen unbedingt sauber bleiben: Mikroskopisch kleine Metallpartikel oder Wasser beschädigen Plunger und Präzisionspassungen schnell. Erneuern Sie, wo vorgeschrieben, Dichtringe, Kupferdichtungen, Kraftstofffilter und gegebenenfalls die Antriebskupplung. Entlüften Sie das System gemäß der vorgeschriebenen Vorgehensweise und prüfen Sie nach der Montage auf Undichtigkeiten, Startverhalten und Rauchbild.

Für eine dauerhafte Reparatur ist bei festgestelltem internem Verschleiß häufig eine überholte oder geprüfte Pumpe empfehlenswert. Die korrekte Bestimmung anhand der Fahrgestellnummer und technische Unterstützung reduzieren das Risiko eines fehlerhaften Anschlusses, einer falschen Pumpencodierung oder eines abweichenden Einspritzkennlinienprofils.

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