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Luftgekühlter Ölkühler

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Luftgekühlte Ölkühler und Leitungen für MAN und Mercedes Lkw, Busse und Transporter

Luftgekühlte Ölkühler geben Wärme aus Motoröl, Getriebeöl oder Hydrauliköl direkt an die Außenluft ab. Anders als Öl-Kühlmittel-Wärmetauscher haben sie keine Kühlmittelanschlüsse. Sie arbeiten mit Fahrtwind, einem Fahrzeuglüfter oder einem separaten elektrischen Lüfter. Bei MAN und Mercedes Lkw, Bussen und Transportern bestimmt der angeschlossene Kreislauf, welcher Kühler und welche Leitungen benötigt werden. Eine unzureichende Wärmeabfuhr senkt die Viskosität des Schmierstoffs und kann den Verschleiß an Gleitlagern, Zahnrädern oder Hydraulikpumpen beschleunigen.

Kompatibilität, Bauweise und Dimensionierung

Bestimmen Sie Teile immer anhand der Fahrgestellnummer des Fahrzeugs, ergänzt durch die Identifikation des Getriebes, der Hydraulikanlage oder eines gegebenenfalls nachträglich montierten Aufbaus. Ein optischer Vergleich oder eine Auswahl allein nach Modellnamen reicht niemals aus. Beispielsweise lässt sich bei MAN TGS mit D26-Motoren oder Mercedes Actros mit OM 471-Motoren aus der Motorenfamilie allein nicht ableiten, ob ein separater luftgekühlter Motorölkühler vorhanden ist. Prüfen Sie zunächst den Aufbau des Kreislaufs und die Werksausführung.

Gängige Bauweisen sind Aluminium-Plattenlamellenkühler und Rohrlamellenkühler. Auswahlparameter sind Wärmeabfuhrleistung, Durchflusskapazität, maximaler Betriebsdruck, Druckspitzen, Temperaturklasse und zulässiger Druckverlust bei der vorgeschriebenen Flüssigkeitsviskosität. Ein Hydraulik-Rücklaufkühler ist nicht ohne Weiteres für eine Hochdruckleitung geeignet. Auch Kühlernetzfläche, Lamellenabstand und Lüfterkennlinie müssen zum verfügbaren Luftstrom passen.

Prüfen Sie bei Leitungen den Innendurchmesser, das Anschlussgewinde, den Dichtsitz und die Passung der Steckkupplungen. Stahl- oder Aluminiumleitungen und flexible Schläuche mit Druckträgern stellen unterschiedliche Anforderungen an die Abstützung und den Biegeradius. Das Schlauchmaterial und die Dichtungen müssen gegen das vorgeschriebene Motoröl, Getriebeöl oder Hydrauliköl sowie gegen die maximale Betriebstemperatur beständig sein.

Verschleißbilder und schrittweise Diagnose

Typische Defekte sind Steinschlagschäden, korrodierte Anschlüsse, Ermüdungsrisse an Befestigungen und undichte Schlauchverpressungen. Verschmutzte Lamellen verringern die luftseitige Wärmeübertragung; geknickte Schläuche oder abgelöste Innenschichten begrenzen den Flüssigkeitsdurchfluss. Überhitzung bei langsamer Fahrt deutet eher auf einen unzureichenden erzwungenen Luftstrom hin, während Probleme unter anhaltender Belastung auch durch interne Verstopfungen oder eine unzureichende Kühlleistung entstehen können.

  1. Identifizieren und prüfen: Kontrollieren Sie den Flüssigkeitsstand unter Einhaltung der vorgeschriebenen Temperaturbedingungen. Reinigen Sie Bereiche mit Leckageverdacht und prüfen Sie Anschlüsse, Scheuerstellen, Befestigungsgummis und den Zwischenraum zwischen hintereinander angeordneten Wärmetauschern. Arbeiten Sie erst an Anschlüssen, wenn der Kreislauf abgekühlt und drucklos ist.
  2. Luftseite prüfen: Beurteilen Sie Lamellen, Luftführungen und Lüfterfunktion. Messen Sie bei elektrischen Lüftern die Versorgungsspannung und den Spannungsabfall unter Last; prüfen Sie Ansteuerung und Stromaufnahme gemäß der Fahrzeugdokumentation.
  3. Temperaturverlauf messen: Erfassen Sie die Einlass- und Auslasstemperatur mit Kontaktfühlern bei definierter Belastung und Umgebungstemperatur. Verwenden Sie Infrarotmessungen auf blankem Aluminium nicht ohne Emissionsgradkorrektur. Eine große Temperaturdifferenz beweist keine gute Kühlung: Ein zu geringer Durchfluss kann dasselbe Bild ergeben.
  4. Hydraulischen Widerstand messen: Messen Sie vor und nach dem Kühler mit geeigneten Manometern oder Druckaufnehmern. Vergleichen Sie die Druckdifferenz bei bekannter Flüssigkeitstemperatur und Drehzahl mit den Herstellerwerten. Prüfen Sie vorhandene thermostatische Bypassventile, bevor Sie den Wärmetauscher als defekt einstufen.
Austausch ohne wiederkehrende Störungen

Ersetzen Sie undichte oder strukturell beschädigte Kühler und Schläuche; beheben Sie auch die Ursache, etwa Vibrationen, mechanische Spannungen in den Leitungen oder Überdruck. Montieren Sie neue Dichtungen in der vorgeschriebenen Ausführung, halten Sie die Anschlüsse sauber und beachten Sie das angegebene Anzugsdrehmoment. Verlegen Sie flexible Leitungen verdrehungsfrei und mit ausreichendem Abstand zu Auspuffteilen und beweglichen Komponenten.

Nach internen Getriebe- oder Pumpenschäden können Metallpartikel in engen Kühlkanälen zurückbleiben. Befolgen Sie daher die Herstelleranweisungen zum Spülen oder zum vorgeschriebenen Austausch. Befüllen Sie den Kreislauf mit einer Flüssigkeit der richtigen Spezifikation, entlüften Sie ihn nach dem dafür vorgeschriebenen Verfahren und prüfen Sie Flüssigkeitsstand, Dichtheit, Druckdifferenz und Temperatur erneut unter Betriebsbelastung.

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