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Zubehör

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Zubehör für MAN und Mercedes Lkw, Busse und Transporter

Ladeluftkühler-Zubehör sorgt für druckdichte Ladeluftverbindungen, eine schwingungsarme Befestigung und eine gezielte Kühlluftführung. Dazu gehören Dichtringe, Sicherungsclips, Schlauchschellen, Befestigungsbügel, Gummi-Metall-Lager und Luftführungsdichtungen. Eine beschädigte Kupplung oder ein abgesacktes Lager kann Leistungsverlust verursachen, ohne dass das Ladeluftkühlernetz defekt ist. Prüfen Sie deshalb bei Undichtigkeiten oder unzureichender Ladeluftkühlung immer die Anschlüsse, die Lagerung und die Luftführung, bevor Sie den gesamten Wärmetauscher ersetzen.

Kompatibilität, Ausführungen und technische Auswahl

Wählen Sie Ladeluftkühler-Zubehör immer anhand der Fahrgestellnummer des Fahrzeugs aus. Ein optischer Vergleich oder eine Auswahl allein nach Modellbezeichnung reicht niemals aus. Bei MAN TGL und TGM mit D08-Motoren, MAN TGX mit D26-Motoren oder Mercedes Actros mit OM 471 können sich Anschlüsse und Befestigungen je nach Baujahr, Abgasvariante und Kühlkonfiguration unterscheiden. Auch bei Bussen und Transportern wie Mercedes Citaro und Sprinter sind die Leitungsführung und der verfügbare Einbauraum entscheidend.

Unterscheiden Sie zwischen Anschlüssen mit Schlauchschellen und Schnellkupplungen mit Profildichtungen und Sicherungsclips. Prüfen Sie Anschlussdurchmesser, Nutgeometrie, Einstecktiefe, Schellenspannbereich und Passungstoleranzen anhand der Teilespezifikation. Der zulässige Betriebsdruck und die zulässige Temperatur müssen zur jeweiligen Position in der Ladeluftstrecke passen; die Turboladerseite wird thermisch stärker belastet als der Austritt des Ladeluftkühlers.

Dichtungen müssen heißer Ladeluft und mitgeführtem Motorölnebel standhalten. FKM (Fluorelastomer) ist eine mögliche Werkstoffwahl, jedoch ausschließlich dann, wenn es für den jeweiligen Anschluss vorgeschrieben ist. Bei Gummi-Metall-Lagern bestimmen Gummihärte, Bauhöhe und Schraubenpassung die Schwingungsisolierung. Ersetzen Sie diese nicht durch starre Distanzhülsen: Dadurch können Spannungen in den Anschlussstutzen und Ladeluftkühlerkästen entstehen.

Verschleißbilder und schrittweise Diagnose

Typische Defekte sind abgeflachte Dichtringe, ausgeschlagene Sicherungsnuten, korrodierte Schellen und abgerissene Gummilager. Ein öliger Staubrand an einer Verbindung kann auf austretende Ladeluft mit Motorölnebel hinweisen. Pfeifgeräusche unter Last, abweichender Ladedruck und wiederholt herausspringende Kupplungen erfordern eine Prüfung sowohl der Abdichtung als auch der mechanischen Sicherung.

  1. Lesen Sie Fehler und Messwerte aus. Vergleichen Sie den Soll- und Ist-Ladedruck während einer kontrollierten Belastungsprüfung. Prüfen Sie bei stehendem Motor, ob der Messwert des Absolutdrucksensors innerhalb der Herstellertoleranz mit dem Umgebungsdruck übereinstimmt.
  2. Prüfen Sie im kalten und drucklosen Zustand. Kontrollieren Sie die Kupplungen rundum, suchen Sie nach Scheuerspuren und beurteilen Sie, ob Leitungen unter Spannung stehen. Messen Sie Anschlussdurchmesser und eine eventuelle Ovalität mit einem Messschieber; vergleichen Sie die Werte mit den vorgeschriebenen Maßen.
  3. Führen Sie eine Dichtheitsprüfung an einem abgegrenzten Abschnitt durch. Verwenden Sie gesicherte Prüfadapter, einen Druckregler und ein Manometer. Halten Sie den vorgeschriebenen Prüfdruck und die Haltezeit ein und verwenden Sie niemals direkt den Druck der Werkstatt-Druckluftversorgung. Lokalisieren Sie Undichtigkeiten mit einem geeigneten Lecksuchmittel und beurteilen Sie den Druckabfall unter Berücksichtigung von Temperaturänderungen und den gewählten Grenzen des Prüfabschnitts.
  4. Prüfen Sie Lagerung und Luftführung. Achten Sie auf fehlende Schaumstoffdichtungen, verformte Befestigungsbügel und Kontakt zwischen den Wärmetauschern. Kühlluft, die am Kühlernetz vorbeiströmt, kann die Kühlleistung verringern, obwohl der Ladeluftkreislauf druckdicht bleibt.
Austausch ohne wiederkehrende Störungen

Reinigen Sie Dichtungsnuten und Anschlussflächen, ohne Material abzutragen. Ersetzen Sie beschädigte Sicherungsclips und Dichtungen, deren einmalige Verwendung vorgeschrieben ist. Verwenden Sie nur zugelassene Montagehilfsmittel; Dichtmasse oder ein zusätzlicher Dichtring gleicht keine ausgeschlagene Passung aus. Positionieren Sie Schlauchschellen gemäß den Montagevorschriften und halten Sie das angegebene Anzugsdrehmoment ein.

Montieren Sie Leitungen spannungsfrei und setzen Sie verschlissene Lager instand, bevor Sie die Verbindungen endgültig befestigen. Bei einer Kupplung, die wiederholt herausspringt, müssen Sicherungsnut, Einstecktiefe und Leitungsausrichtung geprüft werden; eine neue Schelle allein reicht nicht aus. Wiederholen Sie nach der Montage die Dichtheitsprüfung und kontrollieren Sie Druckaufbau und Ladelufttemperatur unter vergleichbarer Last. Braem kann Sie bei der Beurteilung des passenden Zubehörs und der Montage technisch unterstützen.

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