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Steuergehäuse

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    Lkw- und Busersatzteile - Motor - Motorschmierung - Steuergehäuse - MB423.010.27.33
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    Richtpreis exkl. MwSt.

    Equivalenten:
    MB423.010.09.33, 4230100933, A4230100933, MB423.010.09.33, 4230100933, A4230100933, MB423.010.09.33, 4230100933, A4230100933, MB423.010.27.33, 4230102733, A4230 ...
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Schwungradgehäuse für MAN und Mercedes Lkw, Busse und Transporter

Das Schwungradgehäuse bildet die starre Verbindung zwischen dem Motorblock und dem Kupplungs- oder Getriebeaufbau von MAN und Mercedes Lkw, Bussen und Transportern. Dieses Gussteil, auch Kupplungsgehäuse oder hinteres Motorgehäuse genannt, zentriert das Getriebe zur Kurbelwelle und schützt das Schwungrad, die Kupplung und den Anlasserzahnkranz vor äußeren Verunreinigungen. Bei Fahrzeugen mit Handschaltgetriebe, automatisiertem oder automatischem Getriebe unterscheiden sich Schwungradgehäuse hinsichtlich Schraubenbild, Zentrierung, Sensoranschlüssen und Ausführung für ein Einmassen- oder Zweimassenschwungrad. Eine korrekte Identifizierung anhand der Fahrgestellnummer ist daher zwingend erforderlich; ein visueller Vergleich oder die Auswahl ausschließlich nach Modellbezeichnung ist niemals ausreichend.

Kompatibilität, Konstruktion und kritische Passflächen

Schwungradgehäuse kommen bei verschiedenen Motorbaureihen zum Einsatz, darunter MAN D08-, D20-, D26- und D38-Motoren sowie Mercedes OM 906-, OM 457-, OM 470-, OM 471- und OM 473-Motoren. Die Ausführung wird nicht nur durch den Motor bestimmt, sondern auch durch das montierte Getriebe, das Kupplungskonzept, den Anlasser und mögliche PTO-Konfigurationen. Somit kann dieselbe Motorbaureihe unterschiedliche hintere Motorgehäuse verwenden.

Die Gehäuse werden in der Regel aus Aluminiumguss oder Gusseisen gefertigt. Aluminiumausführungen reduzieren das Gewicht, während Varianten aus Gusseisen eine hohe Steifigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen thermische Belastung bieten. Entscheidend sind die maschinell bearbeiteten Passbohrungen, Zentrierstifte und die Ebenheit der Anschlussfläche zum Motorblock und Getriebe. Bereits eine geringe Abweichung der Koaxialität kann zu einer Überlastung des Ausrücklagers, der Lagerung der Getriebeeingangswelle, der Kurbelwellen-Axiallager oder der Getriebeeingangswelle führen. Auch die Montageflächen für Anlasser, Kurbelwellensensor, Inspektionsdeckel und hinteren Kurbelwellendichtring müssen unbeschädigt und maßhaltig sein.

Typische Schadensbilder und gezielte Diagnose

Risse im Bereich der Anlasserbefestigungen, ausgerissene Gewindebohrungen, ausgeschlagene Zentrierbohrungen und verformte Montageflächen sind bekannte Schäden. Sie entstehen häufig nach einer fehlerhaften Getriebemontage, einer gelösten Getriebeschraube, einem gebrochenen Motorlager, einem defekten Zweimassenschwungrad oder wiederholten Startversuchen mit einem schlecht einspurenden Anlasser. Ein Riss im Gehäuse kann Resonanzgeräusche, Startprobleme oder einen Austritt von Motoröl über den hinteren Kurbelwellendichtring verursachen. Achtung: Öl im Kupplungsgehäuse weist nicht automatisch auf einen defekten Dichtring hin; auch eine Beschädigung der Dichtfläche oder ein verformtes Schwungradgehäuse kann die Abdichtung beeinträchtigen.

Prüfung vor dem Austausch

Reinigen Sie zunächst den gesamten Anschlussbereich und lokalisieren Sie Leckagen mit UV-Kontrastmittel oder Talkumpuder. Prüfen Sie anschließend die Schraubenbohrungen, Zentrierbuchsen und Passflächen visuell auf Risse, Korrosion und Gewindeschäden. Messen Sie die Ebenheit der motorseitigen und getriebeseitigen Montagefläche mit einem Richtlineal und einer Fühlerlehre. Vergleichen Sie die gemessene Abweichung stets mit der Herstellertoleranz. Prüfen Sie ebenfalls die Zentrierung des Kupplungsgehäuses mit einer Messuhr am Kurbelwellenflansch oder an einer Referenzbohrung. Radiale oder axiale Abweichungen außerhalb der Spezifikation erfordern eine Untersuchung auf ein verzogenes Gehäuse, fehlende Passstifte oder Schäden am Motorblock.

Austauschempfehlung für eine dauerhafte Reparatur

Ersetzen Sie ein Schwungradgehäuse bei strukturellen Rissen, Verformung, ausgeschlagenen Passbohrungen oder nicht reparierbaren Anlasserbefestigungen. Schweißen ist nur dann vertretbar, wenn Materialart, Rissbereich und Nachbehandlung technisch bewertet wurden; bei tragenden Zentrier- und Montagebereichen ist ein Austausch in der Regel die zuverlässige Lösung. Montieren Sie immer mit den korrekten Zentrierstiften, neuen Befestigungsschrauben, sofern vorgeschrieben, sowie dem vorgeschriebenen Anzugsdrehmoment und Drehwinkel. Prüfen Sie bei der Demontage auch das Zweimassenschwungrad, die Kupplung, den Anlasserzahnkranz, den hinteren Kurbelwellendichtring und die Führung der Getriebeeingangswelle. So verhindern Sie, dass ein neues Gehäuse durch einen zugrunde liegenden Ausrichtungs- oder Antriebsstrangfehler erneut beschädigt wird.

Braem kann Sie bei der fahrgestellnummerngesteuerten Auswahl passender neuer oder gebrauchter Schwungradgehäuse sowie bei der Beurteilung zugehöriger Motor- und Getriebekomponenten unterstützen.

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