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Fernscheinwerfer für MAN und Mercedes Lkw, Busse und Transporter

Fernscheinwerfer erhöhen die Sichtweite auf unbeleuchteten Straßen, Betriebsgeländen und internationalen Strecken, auf denen Standard-Abblendlicht und Fernlicht nicht genügend Lichtleistung bieten. Für MAN und Mercedes Lkw, Busse und Transporter sind diese Zusatzscheinwerfer als Halogen-Fernscheinwerfer und LED-Fernscheinwerfer mit runden, rechteckigen oder fahrzeugspezifischen Gehäusen erhältlich. Die korrekte Auswahl erfolgt stets anhand der Fahrgestellnummer. Ein visueller Vergleich, der Durchmesser des Scheinwerfers oder die Auswahl ausschließlich nach Modellbezeichnung reicht niemals aus: Unterschiede bei Stoßfängerausführung, Montagehalterungen, Kabelbaum, Spannungsniveau, Steckerbelegung und Ansteuerung kommen innerhalb derselben Fahrzeugbaureihe vor.

Kompatibilität, Lichttechnik und Montagepunkte

Fernscheinwerfer werden unter anderem bei MAN TGL, TGM, TGA, TGS, TGX, TG3 und TGE eingesetzt, ebenso bei Mercedes Atego, Axor, Actros, Arocs, Econic, Sprinter und Vito. Bei Bussen können sie bei MAN Lion’s City, Lion’s Coach und Intercity, Mercedes Citaro, Intouro und Tourismo sowie bei Neoplan-Reisebussen wie Cityliner, Tourliner und Skyliner verbaut sein. Ältere F90-, F2000-, M2000-, SK-, LN- und Vario-Fahrzeuge verfügen häufig über einen einfacheren 24-V-Stromkreis, während neuere Fahrzeuge regelmäßig über ein zentrales Fahrzeugsteuergerät, den CAN-Bus oder eine gepulste Ansteuerung überwacht werden.

Prüfen Sie vor der Bestellung, ob es sich um einen einzelnen Fernscheinwerfer, eine integrierte Leuchteinheit, einen Scheinwerferhalter, eine Abdeckkappe oder einen kompletten Satz mit Kabelbaum, Relais und Schalter handelt. Wichtige Parameter sind die Nennspannung von 12 V oder 24 V, die Leistungsaufnahme, der Lichtkegel, die ECE-Genehmigung, die EMV-Klassifizierung gemäß ECE R10 sowie die Wasser- und Staubdichtigkeit des Gehäuses. LED-Ausführungen benötigen in der Regel weniger Strom als Halogenlampen, können jedoch empfindlich auf falsche Polarität, Spannungsspitzen und Fehlermeldungen aufgrund einer zu geringen Last reagieren. Verwenden Sie daher keine beliebige LED-Lampe als Ersatz für eine Halogeneinheit, ohne die elektrische Kompatibilität zu prüfen.

Typische Störungen und gezielte Diagnose

Häufige Fehlerbilder sind ein vollständig ausgefallener Fernscheinwerfer, Flackern durch eine schlechte Masseverbindung, Feuchtigkeitsbildung hinter der Linse, ein schwacher Lichtkegel oder wiederholtes Durchbrennen der Sicherung. Bei Fahrzeugen mit Frontschäden sind auch abgebrochene Befestigungslaschen, verbogene Halterungen und falsch eingestellte Leuchteinheiten häufige Probleme. Eine gerissene Linse oder eine beschädigte Abdichtung lässt Feuchtigkeit eindringen; Oxidation im Stecker, Korrosion auf der Leiterplatte oder Schäden am Reflektor folgen dann oft schnell.

Schrittweise Prüfung des Fernscheinwerferstromkreises

Prüfen Sie zunächst die Batteriespannung und die Ladespannung, da Unterspannung die Lichtintensität beeinflusst. Messen Sie anschließend mit einem Multimeter die Versorgungsspannung am Stecker, während die Fernscheinwerfer eingeschaltet sind. Bei einem 24-V-System muss der Spannungsabfall über Plus- und Massekabel begrenzt bleiben; ein deutlicher Spannungsverlust weist auf oxidierte Kabelschuhe, ein defektes Relais, Übergangswiderstand im Sicherungshalter oder eine schlechte Fahrgestellverbindung hin. Prüfen Sie die Masse nicht nur auf Durchgang, sondern auch unter Last mittels Spannungsabfallmessung.

Kontrollieren Sie anschließend Sicherungen, Relais, Steckerverriegelungen und den Kabelbaum in der Nähe des Stoßfängers, an Fahrgestelldurchführungen und in Bereichen des Fahrerhaus-Kippmechanismus. Bei CAN-Bus-gesteuerten Fahrzeugen muss auch der Fehlerspeicher ausgelesen werden: Ein Ausgang, der vom Steuergerät wegen Überlastung abgeschaltet wurde, liefert manchmal erst nach dem Löschen des Fehlercodes oder nach einem korrekten Wiederherstellungsverfahren wieder Spannung.

Austausch und nachhaltige Lösung

Ersetzen Sie Fernscheinwerfer bei innerer Kondenswasserbildung, verbrannten Reflekoren, beschädigten LED-Modulen, losen Linsenverbindungen oder verformten Gehäusen. Eine Reparatur der Verkabelung ist sinnvoll, wenn der Schaden lokal begrenzt ist: Verwenden Sie dann Kabel mit dem richtigen Leiterquerschnitt, Crimpverbindungen mit Klebeschrumpfschlauch und Dichtungen, die gegen Wasser, Streusalz und Vibrationen beständig sind. Verlegen Sie Kabelbäume spannungsfrei, mit ausreichendem Spiel und Schutz vor Scheuern.

Nach der Montage müssen beide Lichtkegel auf gleicher Höhe und symmetrisch eingestellt werden. Prüfen Sie außerdem die Funktion zusammen mit Fernlicht, Relais und der Anzeige im Armaturenbrett. Braem unterstützt Sie bei der technischen Identifikation anhand der Fahrgestellnummer und mit einem passenden Ersatzteil für eine zuverlässige, vorschriftsmäßige Beleuchtungsanlage.

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