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Automatisches Getriebe

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Automatikgetriebe für Busse und Transporter von MAN und Mercedes

Ein Automatikgetriebe entlastet den Fahrer beim Schalten. Bei Störungen ist jedoch eine genaue Diagnose erforderlich: Derselbe Ruck beim Anfahren kann vom Getriebe, von der Steuerung oder vom Antriebsstrang ausgehen. Bei einer klassischen Automatik überträgt der Drehmomentwandler das Motordrehmoment mithilfe von Getriebeöl. Hydraulisch betätigte Lamellenkupplungen und Bremspakete schalten zwischen den Übersetzungen der Planetenradsätze. Bei einem Doppelkupplungsgetriebe, DCT (Dual Clutch Transmission, Doppelkupplungsgetriebe) oder DSG (Direkt-Schalt-Getriebe), bedienen zwei Kupplungen jeweils eine eigene Gruppe von Gängen. Während ein Gang eingelegt ist, kann der nächste bereits vorgewählt werden; das Getriebe schaltet durch den Wechsel zwischen den Kupplungen. Bei einem stufenlosen Getriebe, CVT (Continuously Variable Transmission, stufenloses Getriebe), verändern verstellbare Riemenscheiben und ein Riemen oder eine Kette das Übersetzungsverhältnis stufenlos, ohne zwischen festen Gängen zu schalten. Der Fahrer muss weder ein Kupplungspedal betätigen noch von Hand schalten, um vorwärtszufahren.

Die festen Grundstellungen entsprechen dem PRND-Schema: P für Parken, R für Rückwärtsfahren, N für Neutral und D für Vorwärtsfahren. In D übernimmt das Getriebe die Gangwechsel. Das erleichtert die Bedienung, insbesondere im Stop-and-go-Verkehr.

Ausführung und Kompatibilität bestimmen

Bei Stadtbussen wie dem MAN Lion’s City und dem Mercedes Citaro kommen je nach Ausführung vollautomatische Getriebe für intensiven Stop-and-go-Verkehr infrage. Auch bei Transportern wie dem MAN TGE und dem Mercedes Sprinter unterscheidet sich das Automatikgetriebe je nach Baujahr und Antriebsstrang. Die Kombination etwa mit einem MAN D08 oder D26 beziehungsweise einem Mercedes OM 936 oder OM 471 bestimmt unter anderem das zulässige Eingangsdrehmoment und die Übersetzungskonfiguration.

Bestimmen Sie Teile immer anhand der Fahrgestellnummer des Fahrzeugs, ergänzt um Getriebetyp, Getriebenummer und die zutreffende Ausführung. Ein optischer Vergleich oder eine Auswahl allein nach Modellbezeichnung reicht niemals aus. Prüfen Sie bei einem Ersatzgetriebe auch die Übersetzungsverhältnisse, die Passung von Flansch und Gehäuse, die Sensoranschlüsse, die Kühlanschlüsse und einen gegebenenfalls vorhandenen PTO (Power Take-Off, Nebenabtrieb).

Fehlerbilder gezielt diagnostizieren

Bei einer klassischen Automatik können ruckartige Gangwechsel, verzögertes Anfahren und eine steigende Drehzahl ohne entsprechende Beschleunigung auf rutschende Lamellenkupplungspakete, unzureichenden Hydraulikdruck oder Probleme mit dem Drehmomentwandler hinweisen. Bei einem DCT können ruckartige Gangwechsel und verzögertes Anfahren auf Probleme mit den Kupplungen oder der Schaltbetätigung hindeuten. Bei einem CVT kann eine steigende Drehzahl ohne entsprechende Beschleunigung auf Schlupf im Getriebe hinweisen. Metallpartikel, Brandgeruch und eine erhöhte Getriebetemperatur deuten auf fortschreitenden inneren Verschleiß hin; undichte Wellendichtungen und verschmutzte Kühler erhöhen das Risiko eines erneuten Schadens.

Gehen Sie schrittweise vor: Lesen Sie Fehlercodes und Istwerte aus, notieren Sie die Umstände, unter denen das Problem auftritt, und prüfen Sie Batteriespannung und Kabelverbindungen. Kontrollieren Sie anschließend den Getriebeölstand gemäß dem vorgeschriebenen Temperaturbereich und Schaltablauf. Verwenden Sie ausschließlich das für den Getriebetyp vorgeschriebene Getriebeöl. Messen Sie danach, sofern Prüfanschlüsse vorhanden sind, den hydraulischen Betriebsdruck unter den vorgeschriebenen Betriebsbedingungen und vergleichen Sie ihn mit der Herstellervorgabe. Erfassen Sie bei einer Probefahrt die Eingangs- und Ausgangsdrehzahl, den gewählten Gang beziehungsweise das Übersetzungsverhältnis, die Öltemperatur und bei einem Drehmomentwandler einen möglichen Schlupf der Wandlerüberbrückungskupplung.

Reparieren oder austauschen, ohne Folgeschäden zu verursachen

Tauschen Sie ein Getriebe nicht allein aufgrund eines Fehlercodes aus: Beheben Sie zunächst nachweisbare Probleme an Verkabelung, Kühlung oder Betätigung. Sind Lamellenkupplungspakete verbrannt, Zahnräder beschädigt oder ist das Getriebe ohne ausreichende Schmierung gelaufen, prüfen Sie bei einer klassischen Automatik auch den Drehmomentwandler. Kontrollieren Sie außerdem Kühler, Leitungen und Antriebswellen auf Verunreinigungen und Folgeschäden. Bei einem DCT prüfen Sie zusätzlich die Kupplungen und die Schaltbetätigung; bei einem CVT untersuchen Sie die Riemenscheiben und den Riemen oder die Kette. Beim Austausch müssen die Anschlussflächen die vorgeschriebenen Passungen und Toleranzen einhalten. Reinigen oder ersetzen Sie verschmutzte Kühlkomponenten und führen Sie anschließend die erforderliche Softwareanpassung durch. So verhindern Sie, dass ein repariertes oder überholtes Getriebe unmittelbar erneut Schaden nimmt.

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