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Arbeitsleuchten für MAN- und Mercedes-Lkw, Busse und Transporter

Arbeitsleuchten sorgen für eine sichere, gezielte Beleuchtung rund um das Fahrzeug, den Laderaum, den Aufbau oder den Arbeitsbereich. Sie werden an MAN TGL, TGM, TGA, TGS, TGX und TG3 Lkw, TGE Transportern sowie MAN Lion’s City- oder Lion’s Coach-Bussen eingesetzt, aber auch an Mercedes Atego, Axor, Actros, Arocs, Econic, Sprinter, Vito und Citaro. Je nach Anwendung handelt es sich um Rückfahrarbeitsleuchten, Arbeitsleuchten am Fahrgestell oder an der Ladepritsche, Fahrerhaus-Arbeitsleuchten, dachmontierte Fernscheinwerfer oder LED-Arbeitsleuchten beispielsweise an Kran-, Kipper- und Serviceaufbauten. Auch Neoplan-Reisebusse können spezielle Arbeits- oder Rangierbeleuchtung verwenden.

Die richtige Auswahl erfolgt stets anhand der Fahrgestellnummer. Ein visueller Vergleich, ein passender Stecker oder die Auswahl allein nach Modellbezeichnung reichen niemals aus. Ausführung, Baujahr, originaler Kabelbaum, Ansteuerung über ein Karosserie-Steuergerät, Spannungsniveau und Montageposition können innerhalb einer Fahrzeugserie unterschiedlich sein.

Arten von Arbeitsleuchten und technische Kompatibilität

Arbeitsleuchten sind als Halogen-, Xenon- und insbesondere LED-Ausführungen erhältlich. Halogenleuchten entwickeln mehr Wärme und haben eine relativ hohe Stromaufnahme, während LED-Arbeitsleuchten bei vergleichbarer Lichtleistung in der Regel eine geringere elektrische Belastung verursachen. Achten Sie nicht nur auf die Nennspannung von 12 V oder 24 V, sondern auch auf den tatsächlichen Spannungsbereich, die Beständigkeit gegen Spannungsspitzen und die EMV-Kompatibilität. Bei modernen Fahrzeugen mit CAN-Bus-Überwachung kann eine ungeeignete LED-Einheit eine Lampenausfallmeldung, flackernde Beleuchtung oder einen Fehlercode im Karosserie-Steuergerät verursachen.

Wichtige Auswahlparameter sind Lichtbild, Lichtstrom in Lumen, Farbtemperatur, IP-Schutzart, Steckervariante, Kabellänge und Befestigung. Ein breit abstrahlendes Flood-Licht, auch Breitstrahler genannt, eignet sich für Ladebordwände und nahe Arbeitsbereiche; ein Spot-Licht bündelt das Licht für Sicht auf größere Entfernungen. Für die Montage im unteren Bereich des Fahrgestells sind eine hohe IP-Schutzart, eine schlagfeste Polycarbonatlinse, ein Aluminiumgehäuse mit korrosionshemmender Beschichtung und ein vibrationsfester Bügel entscheidend. Prüfen Sie außerdem die Passung des Befestigungsbolzens, den Lochabstand der Montagebohrungen und den verfügbaren Platz hinter der Leuchte.

Typische Störungen und gezielte Diagnose

Häufige Fehlerbilder sind ein vollständiger Ausfall, Flackern bei Vibrationen, geringe Lichtleistung, Feuchtigkeitsbildung hinter der Linse, geschmolzene Steckergehäuse und wiederholtes Durchbrennen von Sicherungen. Bei LED-Arbeitsleuchten kann die interne Elektronik durch Spannungsspitzen, falsch angeschlossene Polarität oder eindringendes Wasser beschädigt werden. Bei Halogenausführungen verursachen verbrannte Lampenfassungen, oxidierte Kontakte und Wärmebelastung häufig Übergangswiderstände. Dadurch sinkt die Spannung unter Last und die Lampe leuchtet merklich schwächer.

Schrittweise Prüfung des Arbeitsleuchten-Stromkreises

Beginnen Sie mit einer Sichtprüfung von Linse, Gehäuse, Kabelmantel, Kabeldurchführung und Befestigungsbügel. Kontrollieren Sie anschließend den Sicherungswert sowie das Schalt- oder Steuerrelais. Messen Sie mit einem Multimeter die Versorgungsspannung direkt am Stecker, während die Arbeitsleuchte eingeschaltet ist. Bei einem 24-V-System muss der Spannungsabfall zwischen Batterieplus und dem Plusanschluss sowie zwischen Minusanschluss und Massepunkt unter Last begrenzt bleiben. Ein zu hoher Spannungsabfall weist auf korrodierte Kabelschuhe, beschädigte Leiter, eine schlechte Masseverbindung oder einen zu gering dimensionierten Kabelquerschnitt hin.

Messen Sie anschließend die Masseverbindung mittels Spannungsabfallmessung statt nur mit einer Durchgangsprüfung: Ein Kabel kann im unbelasteten Zustand einwandfrei erscheinen, unter Strombelastung jedoch dennoch Widerstand aufweisen. Prüfen Sie bei LED-Einheiten auch, ob das Fahrzeugsteuergerät einen Ausgang aktiviert und ob ein PWM-gesteuertes Signal vorhanden ist. Reparieren Sie beschädigte Kabel mit korrekt gecrimpten, abgedichteten Verbindungen und schützen Sie den Kabelbaum vor Scheuern an Fahrgestell- oder Aufbauteilen.

Austauschempfehlung für eine dauerhafte Montage

Ersetzen Sie eine Arbeitsleuchte, wenn die Linse gerissen ist, das Gehäuse Wasser eindringen lässt, die LED-Platine intermittierend ausfällt oder der Reflektor durch Wärme beeinträchtigt ist. Montieren Sie die neue Leuchte spannungsfrei, verwenden Sie den vorgeschriebenen Sicherungswert und beachten Sie die Polarität. Verlegen Sie Kabel mit ausreichend Spielraum gegen Vibrationen, jedoch ohne lose Schlaufen, die scheuern können. Montieren Sie die Befestigungsbolzen mit der richtigen Sicherung und richten Sie das Lichtbild so aus, dass der Arbeitsbereich beleuchtet wird, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden.

Für eine effiziente Reparatur sind technisch geprüfte Komponenten und die korrekte Identifikation entscheidend. Braem unterstützt Sie dabei mit technischem Fachwissen und einem umfangreichen Angebot an Beleuchtung für professionelle Anwendungen.

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