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Lenkung für MAN / Mercedes-Lkw, Busse und Transporter
Die Lenkung ist eines der entscheidendsten Systeme für Sicherheit, Kontrolle und Fahrpräzision von MAN- und Mercedes-Lkw, Bussen und Transportern. Tagtäglich verlassen sich Fahrer auf eine direkte und vorhersehbare Lenkreaktion – unabhängig von Fahrzeuggewicht, Geschwindigkeit oder Straßenbedingungen. In professionellen Anwendungen wird die Lenkung stark beansprucht: durch schwere Achslasten, lange Einsatzzeiten, Manöver auf engem Raum und wechselnde Untergründe. Verschleiß oder Defekte an Lenkungskomponenten haben daher unmittelbare Auswirkungen auf die Fahrsicherheit. Bei Braem finden Sie ein umfangreiches Sortiment an Lenkungsteilen, mit denen Reparaturen fachgerecht, zuverlässig und langlebig ausgeführt werden können.
Die Rolle der Lenkung im Fahrzeug
Die Lenkung eines Lkw hat die wichtigste Aufgabe, die Fahrtrichtung des Fahrzeugs sicher, präzise und komfortabel zu ändern und zu kontrollieren. Die Bewegung, die der Fahrer mit dem Lenkrad ausführt, wird über die Lenkung an die Vorderräder übertragen. Durch das Einschlagen dieser Räder kann das Fahrzeug Kurven fahren und die Fahrspur wechseln. Eine einwandfrei funktionierende Lenkung sorgt für gute Geradeauslaufstabilität. Geradeauslaufstabilität ist die Fähigkeit eines Fahrzeugs, von selbst geradeaus zu fahren, ohne dass der Fahrer ständig nachlenken muss. Eine hydraulische oder elektrische Servolenkung sorgt dafür, dass der Fahrer weniger Kraft zum Drehen des Lenkrads aufbringen muss. Eine gute Lenkung bietet außerdem eine gute Rückmeldung an den Fahrer: Informationen über die Räder und die Fahrbahn sind über die Lenkung im Lenkrad spürbar.
Wichtigste Lenkungskomponenten und ihre Funktion
Der Fahrer dreht am Lenkrad. Dieses Lenkrad ist über die Lenksäule und eine teleskopische Verbindungsstange mit dem Lenkgetriebe verbunden. Das Lenkgetriebe setzt die Drehbewegung der Lenkung über den Pitmanarm in eine lineare Bewegung in Längsrichtung des Fahrzeugs (vorwärts und rückwärts) um. Dieser ist über die Spurstange über den Lenkhebel mit dem Achsschenkel verbunden. Dadurch wird die lineare Bewegung des Pitmanarms in eine schwenkende Bewegung des Vorderrads umgesetzt. Damit beide Räder derselben Achse gleich schwenken, werden der linke und der rechte Achsschenkel einer Achse über Lenkhebel durch eine Spurstange miteinander verbunden. Bei Transportern wird statt eines Lenkgetriebes meist eine Zahnstangenlenkung verwendet. Bei einer Zahnstangenlenkung wird die Drehbewegung der Lenkung, die über die Lenksäule verbunden ist, in eine lineare Bewegung in Querrichtung des Fahrzeugs (links und rechts) umgewandelt. Die Enden der Zahnstange sind über Kugelgelenke an den Lenkhebeln der Achsschenkel befestigt. Dadurch können die Räder einschlagen, während sich die Zahnstange linear bewegt. Abhängig von der Servounterstützung ist bei einem Lkw ein Servolenkungs-Ölkreislauf montiert. Die Lenkpumpe ist am Motor montiert und über Leitungen mit dem Lenkgetriebe verbunden. Wenn der Motor läuft, sorgt die Lenkpumpe für eine kontinuierliche Zirkulation von Servolenkungsöl im Kreislauf bei konstantem Druck. Das Öl wird außerdem im Servolenkungsbehälter mittels eines Servolenkungsfilters gefiltert. Im Lenkgetriebe befindet sich ein Mechanismus, dessen Wirkung verstärkt wird, sobald der Fahrer das Lenkrad betätigt. Wenn das Fahrzeug geradeaus fährt, wird das Lenkrad nicht betätigt. Das interne Steuerventil des Lenkgetriebes steht in Mittelstellung, sodass das Öl ohne zusätzlichen Druck zum Servolenkungsbehälter zurückströmt. Dadurch entsteht im Lenkgetriebe kein Druckunterschied. In diesem Fall wirkt keine Servounterstützung. Wenn der Fahrer das Lenkrad betätigt, erfährt die Lenkung Widerstand durch die Räder, die Kontakt zur Fahrbahn haben. Dadurch befindet sich das interne Steuerventil des Lenkgetriebes nicht mehr in Mittelstellung. Der innere Mechanismus des Lenkgetriebes ist Druckunterschieden ausgesetzt, wodurch die Ölkanäle zu einer Seite geöffnet werden. Hier ist die Servounterstützung aktiv, und der Fahrer wird beim Lenken entlastet.
Zusammenspiel mit dem Motor
Die Lenkpumpe sorgt für eine kontinuierliche Zirkulation von Servolenkungsöl im Servolenkungssystem bei konstantem Druck. Dazu wird die Lenkpumpe am Gehäuse des Luftkompressors montiert, der am Motor angebaut ist. Die Antriebswelle der Lenkpumpe wird über ein Kupplungsstück mit der Kurbelwelle des Luftkompressors verbunden, sodass beide mit derselben Drehzahl laufen. Bei Transportern wird die Lenkpumpe am Motorblock montiert. Die Kurbelwelle des Motors und die Lenkpumpe sind mit einer Riemenscheibe ausgestattet, um die ein Keilriemen oder ein Mehrrippenriemen läuft. Dieser Riemen wird mittels eines Riemenspanners gespannt. Dadurch dreht sich die Antriebswelle der Lenkpumpe, wenn der Motor läuft. Dasselbe Riementrieb-System treibt auch die Lichtmaschine, die Wasserpumpe, den Klimakompressor und bei älteren Motoren den Lüfter an.
Häufiger Verschleiß und Symptome, die Aufmerksamkeit erfordern
Alle beweglichen Teile unterliegen Verschleiß. Dadurch können Spiel und Lockerheit im Lenkrad entstehen. Das Lenkrad fühlt sich lose an oder reagiert träge, die Räder schlagen nicht unmittelbar mit ein. Dadurch sinkt die Lenkpräzision, was bei hoher Geschwindigkeit und schwerer Ladung gefährlich ist. Spurstangen und Lenkstangen haben an den Enden Spurstangenköpfe. Spurstangenköpfe (auch Kugelgelenke genannt) sorgen dafür, dass Lenkbewegungen geschmeidig übertragen werden, während Bewegungen der Aufhängung und Unebenheiten der Straße absorbiert werden. Sie absorbieren Bewegung, indem sie Bewegungen in mehrere Richtungen zulassen. Ein Kugelzapfen ist in einer Pfanne gelagert. Dazwischen befindet sich Fett, das eine leichtgängige Bewegung gewährleistet. Durch Reibung, Verlust der Schmierung und Metallermüdung verschleißt das Kugelgelenk. Dies kann man an klopfenden Geräuschen bei unebener Fahrbahn hören. Es entsteht ungleichmäßiger Reifenverschleiß. Im Lenkgetriebe arbeitet eine Zahnstange mit einer Schnecke zusammen, die im Lenkgetriebegehäuse gelagert sind. Dies ist eine mechanische Verbindung, die Verschleiß unterliegt. Dadurch verliert das Lenkgetriebe an Präzision oder wird defekt. Man hört ein rasselndes Geräusch, wenn das Fahrzeug einlenkt. Eine schlecht funktionierende Lenkpumpe, Leckagen im Servolenkungs-Ölkreislauf und Verunreinigungen im Servolenkungsöl können die kontinuierliche Zirkulation von Servolenkungsöl bei konstantem Druck nicht mehr gewährleisten. Dadurch fällt die Servounterstützung aus. Das Lenken wird schwerer.
Die Bedeutung einer rechtzeitigen Wartung der Lenkung
Eine gut gewartete Lenkung verhindert Unfälle, Folgeschäden und Stillstand. Rechtzeitige Wartung gewährleistet die Sicherheit, sorgt dafür, dass das Lenken zuverlässig und präzise erfolgt, und reduziert den Verschleiß, sodass große Reparaturen vermieden werden. Das Fahrzeug muss jederzeit den Prüfanforderungen und gesetzlichen Vorgaben entsprechen.
Vorbeugendes Eingreifen und eine gute Achsvermessung erhöhen die Sicherheit und sparen Kosten.
Die Achsvermessung eines Fahrzeugs ist das korrekte Einstellen der Radstellung zueinander und zum Fahrgestell, sodass das Fahrzeug geradeaus läuft, stabil lenkt und die Reifen gleichmäßig verschleißen. Das Lenksystem hat einen direkten und großen Einfluss auf die Achsgeometrie, weil es bestimmt, wie und in welcher Stellung die Vorderräder zueinander und zum Fahrgestell stehen. Bei Lkw ist der wichtigste Einstellwinkel die Spur (im Englischen „toe“). Die Räder der Vorderachse müssen parallel (= gleichlaufend) zueinander stehen. Die Spurstange ist zwischen dem linken und dem rechten Vorderrad montiert. Durch das Verändern der Länge dieser Spurstange können die Räder parallel zueinander eingestellt werden. Die Spurstange hat an den Enden verstellbare Spurstangenköpfe, um die Länge anzupassen. Eine korrekt eingestellte Spur verbessert die Geradeauslaufstabilität und verlängert die Nutzungsdauer der Reifen. Der zweite Einstellwinkel heißt Camber (auf Niederländisch „wielvlucht“, im Deutschen Sturz). Der Sturz ist die Neigung des Rades gegenüber einer vertikalen Linie, von vorne oder hinten auf das Fahrzeug betrachtet. Diese vertikale Linie ist als Linie in Richtung der Schwerkraft definiert und ist unabhängig von der Straßenneigung. Bei Lkw wird ein leicht negativer Sturz angestrebt: Das heißt, die Oberseite des Rads neigt sich zur Fahrzeugmitte. Ein leicht negativer Sturz bei einem Lkw kompensiert die Fahrzeugneigung in Kurven, sodass die Räder optimalen Kontakt zur Straße halten, was Grip, gleichmäßigen Reifenverschleiß und stabiles Lenkverhalten gewährleistet. Sturz ist bei Lkw schwer zu korrigieren, da feste Verbindungen bestehen. Das Vorderrad ist auf der Radnabe montiert, die über den Achsschenkel und das Achsschenkel-Kit fest mit dem Vorderachskörper verbunden ist. Ein schlechter Sturzwert kann darauf hinweisen, dass die Lagerung der Vorderachse verschlissen ist. Die Vorderachslagerung ist das System, mit dem die Vorderachse am Fahrgestell oder an der Aufhängung des Fahrzeugs befestigt ist und sie drehbar und stabil halten kann. Ein schlechter Sturzwert kann die Folge von verschlissenen Radnabenlagern oder verformten Querlenkern sein. Der dritte Einstellwinkel heißt Caster (auf Niederländisch „Askanteling“, im Deutschen Nachlauf). Der Nachlauf wird als Winkel in Grad definiert, der zwischen der Mittellinie des Achsschenkelbolzens und einer vertikalen Linie senkrecht zur Schwerkraft gemessen wird, von der Seite des Fahrzeugs betrachtet. Bei Lkw wird positiver Nachlauf verwendet. Dabei ist der Achsschenkelbolzen nach hinten geneigt, wodurch Stabilität, Lenkrückstellung und ein vorhersehbares Kurvenverhalten des Fahrzeugs optimiert werden.
Reparieren, überholen oder ersetzen von Lenkungsteilen
Das Lenkgetriebe kann überholt werden, wenn es intern noch instandgesetzt werden kann, ohne dass Sicherheit oder Funktionalität gefährdet werden. Überholung bedeutet die Prüfung und Instandsetzung eines Fahrzeugteils, sodass es wieder optimal funktioniert. Beschädigte Lenkstangen, Spurstangen und Spurstangenköpfe werden bei Beschädigung oder Verformung in jedem Fall ersetzt. Wenn instandgesetzte Lenkungsteile die Sicherheit beeinträchtigen, bleibt als einzige Option der Ersatz dieser Lenkungsteile durch neue.
Wann Reparatur sinnvoll ist
Leckagen im Servolenkungs-Ölkreislauf können durch den Austausch von Dichtungen behoben werden. Hydraulikleitungen können ersetzt werden, ohne das gesamte Lenkgetriebe zu demontieren.
Wann ein Austausch des Lenkgetriebes notwendig ist
Bei Spiel im Lenkgetriebe, internem Verschleiß oder strukturellen Schäden ist der Austausch die einzige sichere Lösung. Das Weiterfahren mit einem defekten Lenkgetriebe erhöht das Risiko eines plötzlichen Lenkausfalls und gefährdet die Sicherheit des Fahrers und der Umgebung erheblich.
Lenkung abgestimmt auf Einsatz und Belastung
Ein schweres Fahrzeug ist ein Fahrzeug mit hohem Eigengewicht und hoher Nutzlast, ausgelegt für den Transport schwerer Lasten. Dafür muss das Fahrzeug mit mehreren Achsen konfiguriert werden. Mehrere Achsen sind notwendig, um das hohe Fahrzeuggewicht und die Ladung zu verteilen, sodass Sicherheit, Stabilität und zulässige Achslasten gewährleistet bleiben. Einige dieser Achsen sind lenkbar, um bei schweren und langen Fahrzeugen den Wendekreis zu verkleinern und den Reifenverschleiß zu begrenzen. Dafür wird das bestehende primäre Lenksystem durch ein hydraulisches Lenksystem mit Hilfszylindern erweitert. Dies kommt zum Einsatz, wenn Lenkleistung, Lenkpräzision oder die Anzahl der gelenkten Achsen steigt und das primäre System nicht mehr ausreicht. Ein hydraulisches Lenksystem mit Hilfszylindern setzt die Lenkbewegung des Fahrers in hydraulischen Druck um, der über Haupt- und Hilfszylinder mehrere Achsen gleichzeitig lenkt, sodass schwere oder mehrachsige Fahrzeuge wendig und beherrschbar bleiben.
Praxistipps und Schritt-für-Schritt-Plan aus Erfahrung zur guten Wartung des Lenksystems
Sichtprüfung
- Prüfen Sie die Lenkungsteile auf Risse oder Beschädigungen, Verschleiß und Flüssigkeitslecks. Prüfen Sie die Befestigungsschrauben und Muttern.
- Prüfung des Hydrauliksystems
- Prüfen Sie den Ölstand des Servolenkungsöls im Servolenkungsbehälter. Prüfen Sie die Qualität des Servolenkungsöls. Montieren Sie einen neuen Servolenkungsfilter. Prüfen Sie Schläuche, Leitungen und Kupplungen auf Leckage. Prüfen Sie, ob hydraulische Hilfszylinder leichtgängig arbeiten.
- Prüfung des Spiels
- Stellen Sie die Räder geradeaus. Bewegen Sie das Lenkrad hin und her und prüfen Sie, ob zu viel Spiel im Lenkgetriebe, in den Lenkstangen, den Spurstangen und den Spurstangenköpfen vorhanden ist. Prüfen Sie die Lagerung des Pitmanarms. Prüfen Sie die Verbindungsstange, die in der Lenksäule montiert ist.
- Prüfung der Hilfszylinder
- Prüfen Sie, ob die Hilfszylinder mehrachsiger Fahrzeuge beim Drehen des Lenkrads korrekt reagieren. Prüfen Sie die Verbindungspunkte zwischen primären und sekundären Achsen.
- Geräuschprüfung
- Verschlissene Lenkungsteile können knacken oder schleifen. Ein tickendes und klopfendes Geräusch wird durch lose Befestigungsteile verursacht. Eine schlecht funktionierende Lenkpumpe verursacht ein pfeifendes oder brummendes Geräusch.
- Prüfen Sie die Schmierung mit Fett
- Schmieren Sie fettgeschmierte Lenkungsteile über die Schmiernippel mit einer Fettpresse oder prüfen Sie die Zentralschmierung.
Der Mehrwert von Braem für Lenkungsteile
Braem verfügt über einen umfangreichen Lagerbestand an Lenkungsteilen für MAN- und Mercedes-Lkw, Busse und Transporter. Dank schneller Verfügbarkeit und technischer Expertise können Reparaturen effizient und zuverlässig ausgeführt werden.
Kunden entscheiden sich für Braem aufgrund von:
- Guter Qualität durch eine gute Qualitätskontrolle
- Braem überholt bestimmte Lenkungsteile
- Technische Unterstützung bei Demontage und Montage
- Schnelle Lieferung innerhalb Europas und darüber hinaus
- Transparente Garantie- und Rückgabebedingungen
Eine gut gewartete Lenkung ist entscheidend für Sicherheit, Fahrkomfort und eine lange Lebensdauer des Fahrzeugs.


